Teil eines Werkes 
2 (1898) Beiträge zur Geschichte der deutschen Geldreform / von Karl Helfferich
Entstehung
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schmelzungm belaufen haben mögen. Für die Beantwortung der ersterenFrage geben die auswärtigen Wechselkurse und der Berliner Goldpreisuntrügliche Anhaltspunkte, welche durch Notizen in Finanzblättern einewesentliche Ergänzung und Bestätigung erfahren. Dagegen stehen unsfür die Abschätzung des Unifangs des Abganges von Reichsgoldmünzennur sehr wenige Anhaltspunkte zur Verfügung.

Diese wenigen Anhaltspunkte sind folgende:

Nach den Protokollen der Lateinischen Münzkonferenz von 1878 ^sind zu der Prägung von Goldfranken folgende Beträge von Reichgold-münzen verwendet worden:

in Frankreich fr-

in Belgien fr.

zusammenft-

1L74

4.34S.7S4

4.34S.7S4

187S

32.306.307

32.806.307

1876

88.903

23.716

112.619

1877

18.586.S44

36.800.9S4

SS.387.498

1878

9.106

9.106

(bis 1. Oktober)

Summa

18.684.553

73.!><«,7A

92.661.284

Ein weiterer Anhaltspunkt ist eine Angabe in einer dem amerikanischenGesandten in Berlin am 30. August 1879 von dem deutschen auswärtigenAmte mitgeteilten Denkschrift über den deutschen Geldumlauf, welche indem Bericht des Münzdirektors der Vereinigten Staaten pro 1879 ^wiedergegeben ist. Dort wird der Betrag der bis zum Ende des Jahres1878 exportierten Reichsgoldmünzen auf 173.800.000 Mark angegebeu.Davon seien 102.970.000 Mark eingeschmolzen worden; 70.870.000 be-fanden sich in ausländischen Bankanstalten.

Die genauesten Angaben liegen hinsichtlich der Ausfuhr von Reichs-goldmünzen nach England vor.

Nach einem Bericht, welchen der Osput^ Nastsi- a. (ücullpti-ollsrok tks ko^al Mut, ^Vm ^ auf eine Anfrage der Reichs-

regierung erstattete, sind in England bis zum Februar 1879 nur für191.146 F deutsche Reichsgoldmttnzen eingeschmolzen worden, und zwar

l Protokolle S. 79 ff.^ S. 76-80.