Sozialdemokraten: Mit Helfferich!) die der Welt das Bild derGeschlossenheit und des einheitlichen Willens zum Leben gezeigthätte. (Lebhafte Zustimmung bei den Deutschnationalen. —Unruhe links.)
Wir haben diesen Weg gewiesen, (Zuruf von den Unab-hängigen Sozialdemokraten: Helfferich mußte nach Spaa!) und esist nicht unsere Schuld, wenn dieser Weg nicht gegangen wordenist. (Erneute lebhafte Zustimmung bei den Deutschnationalen. —Zuruf von den Anabhängigen Sozialdemokraten: Sie unschulds-voller Engel! — Unruhe.)
Es ist nicht unsere Schuld, wenn die Welt statt des Bildes derGeschlossenheit ein Bild der Zerfahrenheit gesehen hak, (sehr rich-tig! bei den Deutschnationalen ) wenn die Welt statt des Bildeseines großen Bolkes, das geschlossen und entschlossen auch im Un-glück dasteht, (Zuruf links: Hetzer!) gesehen hat, daß auch jetztgegenüber den bevorstehenden schweren Entscheidungen in Spaadas deutsche Bolk die Zerrissenheit in parteipolitische Kirchturms-interessen nicht überwinden kann. (Sehr wahr! bei den Deutsch -nationalen.)
Zn die Auseinandersetzungen zwischen den beiden feindlichenBrüdern, die da jetzt auf dieser Seite des Hauses (nach links) soeinheitlich gegen mich zusammenstehen, will ich mich selbstverständ-lich nicht einmischen. (Zurufe von den Sozialdemokraten und denUnabhängigen Sozialdemokraten .)
Seitdem die Herren nicht mehr in gemeinschaftlichen Partei-tagen zusammensitzen, scheinen sie den Reichstag zu dem Kampf-feld ihrer Auseinandersetzungen gewählt zu haben. (Sehr gm:rechts. — Lärm und Zurufe von den Sozialdemokraten und denUnabhängigen Sozialdemokraten: Das geht Sie nichts an!)
Als Mitglied des Re'ichsags geht es mich auch etwas an! —(Rufe links: Nein!)
Zch ziehe aus dem, was wir erlebt haben, aus den Ausein-anderfetzungen, deren Zeugen wir gewesen sind, nur die praktischeSchlußfolgerung für unsere innerpolitische Lage, und diese Schluß-folgerung ist, daß die Unabhängige Sozialdemokra-tisch e P a r t e i die einzige Partei ist — die einzige! —, die sichweigert, sich vorbehaltlos auf den Boden der Berfassung zu stellenund sich zu verpflichten, für ihre Ideen, die auf eine Abänderung
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