fand statt, indem er in das unterirdische eiskalte Kerkergelaß(„Tullianunr“), den Carcer Mamertinus am Kapitol (noch heuteerhalten und zugänglich) hinabgelassen und dem Hungertodepreisgegeben wurde. Er soll, als er nach sieben Tagen noch le-bend gefunden wurde, erdrosselt worden sein.
Numidien war besiegt. Das Land wurde nicht zur römischenProvinz gemacht. Es wurde vielmehr der westliche Teil zu demReich des Bocclius geschlagen, der Rest auf Jugurthas HalbbruderGanda übertragen. Die gaetulischen Stämme im Innern vonAfrika wurden als freie Bundesgenossen vertragsmäßig an Rom gebunden.
2) Die Cimbern (oder Kimbern), welche aus dem „Cirnbri-schen Chersonnes“, d. h. der jütischen Halbinsel nach der Donau ausgewandert waren, stießen im Jahre 113 in Noricum (heuteKrain und Kärnten ) mit den Römern zusammen. Die Truppendes ihnen entgegengeschickten Konsuls C. Papirius schlugen siebei Noreja (heute Görz) in die Flucht. Sie wendeten sich dannim Bogen nördlich um die Alpen herum gegen den Rhein , den siezum Jura hin überschritten. Sie vereinigten sich mit der von dersüdlichen Ostseeküste kommenden Völkerschaft der Teutonen undzogen nach dem südlichen Gallien . Dort schlugen sie den ihnenentgegengeschickten Konsul Marius Junius Silanus. Sie plünder-ten und verwüsteten das Land zwischen Rhone und Pyrenäen infurchtbarer Weise, worauf die Römer zwei neue Heere gegen sieschickten, eines unter dem Konsul L. Cassius das andere unterdem Konsul R. Servilius Caepio. Bei Arausio (Orange) auf demlinken Ufer der Rhone (unweit Arles ) wurden beide Heere völliggeschlagen. Darauf strömte die Masse der Cimbern nach derpyrenäischen Halbinsel, die Teutonen zogen nach dem belgischenGallien. In Rom machte man sich auf die Rückkehr der gefürch-teten Barbaren gefaßt. Man bedurfte eines Feldherrn und Staats-mannes überragenden Ranges. Man besaß solchen in der Per-sönlichkeit des C. Marius. Derselbe wurde, obwohl von Rom ab-wesend und obwohl seine Wiederwahl verfassungsmäßig ausge-schlossen war, als Konsul für das Jahr 104 gewählt. Am Tage