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I. ABSCHNITT.
deutsche Krieg ein, verhängnisvoller noch Avie vorherder italienische. Zu den Banknoten mit Zwangskurs kamenjetzt noch'Staat snoten hinzu, und bis auf den heutigenTag ist Österreich die Rückkehr zu einer metallischen Va-luta nicht gelungen. 1
Der deutsche Krieg hatte den A u s tr i 11 0 s t e r r e i c h saus dem Münz verein zur Folge. Während der ganzenVertragsdauer blieb also Osterreich — ausgenommen dieZeit vom 6. September 1858 bis zum 21. April 1859 — inder Papierwährung stecken. Der Vertrag wurde alsoin Bezug auf Österreich niemals recht praktisch. Seinhandelspolitischer ZAveek, die Schwankungen im Ver-hältnis der beiderseitigen Zahlungsmittel zu beseitigen, wardamit verfehlt.
Nichtsdestoweniger prägte Österreich während derDauer des Vertrages eine bedeutende Summe Metallgeld;nach den Tabellen zur Währungsstatistik, verfasst im k. k.Finanzministerium, von 1858—1867 (inkl.) an Landeskurant-geld 153 958267,75 fl., an Vereinsmünzen — und diese inte-ressieren uns hier mehr —
31060 321 Thaler in Ein-Vereinsthalern55528 „ „ Doppelthalern.Sa. 31115 849 „ = 46673233,5 fl. 2
1 Siehe „Denkschrift über das Papiergeldwesen der Ssterreiohisoh-ungarisohen Monarchie" verfasst im k. k. Finanzministerum. 1892.
2 Haupt gibt an (histoire monetaire S. 135) 46842935 fl.
Die detaillierten Zahlen sind nach den „Tabellen zur Währungs-statistik" 1893, verfasst im k. k. Finanzministerium:
Doppelthlr. Einfache Thlr, »Summe in Thlrn.
185S
1 644
9 154 241
9 157 529
1859
4 948 703
4 948 703
1860
1 619 957
1 619 957
1861
3 139 883
3 139 883
1862
998 292
998 292
1863
2 208 830
2 208 830
1864
2 635 798
2 635 798
1865
7 425
2 084 630
2 099 480
1866
10 395
2 589 405
2 610 195
1867
8 300
1 680 582
1 697 182
Summa:
27 764
31 060 321
31 115 849.