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Die Folgen des deutsch-österreichischen Münz-Vereins von 1857 : ein Beitrag zur Geld- und Währungs-Theorie / von Karl Helfferich
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II. ABSCHMITT.

1 ieren sie in Deutschlan d ihren Qt e 1 dch ;ir akter,oli no d;iss sie eingelöst werden. In Osterreich b leiben sie wohl i n K ur s. Aber dort ist ihr Geld-wert nur l'/2 Gulden, also nur gleich ihrem Stoff-wert und n i e d e r e r, als ihr Gel d w e r t vorher inDeutschland gewesen. Nach dieser Situationfällt also der endliehe Verlust auf die zu-fälligen I n h a b e r.

Die Unhaltbarkeit gerade dieser Lösung habe ieli be-reits oben besprochen. Dass die Reichsregierung damalswirklich die Absicht hatte, den eintretenden Verlust auf denzufälligen Inhabern sitzen zu lassen, erscheint mir nicht glaub-lich. Eher ist mir denkbar, dass man sich über die Konse-quenzen der Artikel 14 und 15 des Münzgesetzes nicht ganzim Klaren war, was mir ziemlich deutlich aus der obenwörtlich wiedergegebenen Rede Delbrücks am 25. April1873 im Reichstage, welche sich spielend über alle »Schwierig-keiten hinwegsetzt, hervorzugehen scheint.

Auch im Publikum war man sich durchaus nicht klardarüber, sonst hätte es jedenfalls damals schon nicht anheftigen Protesten gefehlt.

Sobald sich in den Köpfen Licht über die erzielteLösung verbreitete, war ihr Urteil gesprochen.