Das hohe Lied oder Historia P. V. Marine.
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ist im Begriffe, mit der linken Hand den Hahn zuöffnen, um einen Krug, den er in seiner Rechtenhalt, zu füllen. Hinter dem Fasse stehen dreianmuthige weibliche Gestalten: „Favus distillanslabia tua" etc.
„Commedi savmn cum mclle meo,bibi vinum mcum rum lacte meo."
19. Die Jungfrau im Mittelgrunde; zweikleine Figuren kniecn hinter ihr; zwei anderestehen vor ihr, von denen die eine eine brennendeKerze, die andere einen Krug in der Hand hält,aus welchem Wasser auf die Erde fließt: „Si de-derit Homo omncm sudstantiam suam pro dile-ctione" etc.
20. Links zwei geflügelte Engel blicken nachder von einem Adler in die Lüfte emporge-tragenen Jungfrau; rechts zwei knicende Figu-ren mit aufgehobenen Handen; im Hintergründeneun Baume: „<Que est ist» quc ascendit dedcserto" et«.
21. Die Jungfrau, von zwei Dienerinnen Hin-geben zur Linken; die Kirche zur Rechten: „Eecedilerto meo et ad me ronvcrsio" etc.
22. Die Jungfrau tritt mit zwei Begleiterinnenaus der Thüre eines Hauses, über welchem einEngel schwebt; im Hintergründe der Heiland amKrenze: „<Qui pulchre" etc.
23. Die Kirche, die Jungfrau und drei andereFiguren. Zur Rechten ein Engel in den Wolken:„Dilecte mi, cgrediamur in agrum" etc.
24. Die Jungfrau in aufrechter Stellung einKreuz vor sich haltend; zur Linken eine Gestaltmit gefalteten Händen: „Fasriculus mirrc dile-rtus meus mihi" etc.
25. Zwei verschiedene Gruppen: Links dieJungfrau im Bette, umgeben von drei Dienerin-nen. Ueber demselben vier Manncrgcstalten: derPapst, zwei Cardinale und ein Bischof, mitSchwertern und Schildern bewaffnet. Rechts dieJungfrau mit drei Begleiterinnen, von denen dievorderste den zu den Füßen zweier bewaffneterReiter liegenden Mantel aufhebt. Das Ganzevon einer viereckigen Hauserreihe und von einemWalle umgeben: „Surgam et rircumibo rivi-totem" etc.
26. Die Kirche an einer mit Schüsseln undBechern besetzten Tafel. Links stehet die Jung-frau mit drei Begleitern: „Comedite nmici etbibite" etc.
27. Zwei Abtheilungen: die Kirche und dieJungfrau in der einen, die drei Begleiterinnen inder andern. Zur Rechten ein Bett, dessen Deckeneunzehn Blumen schmücken: „Tota pulchra esamica men" etc.
28. Die Kirche, die Jungfrau und drei Die-nerinnen. Zur Rechten ein Bett, welches mitsicbenzehn Blumen geziert ist: „Eccc pulchra esamica mea" etc.
29. Die Jungfrau sitzt in würdevoller Haltungvor einer Burg. Sowol zu ihrer Linken als Rechtenein Engel: „Klillc rlypci pcndent" etc.
30. Die Kirche, im Bette liegend, das Hauptvon der h. Jungfrau unterstützt; links vom Bettestehen acht wunderbar bekleidete Männer: „Egodormio et ror meum vigilnt" etc.
31. Die Jungfrau knieet vor der sitzendenKirche. Beide halten einen kleinen ovalen Rahmenin der Hand, welcher den Heiland im Schooßc derAllmacht in sich faßt: „Ponc me ut signaculüsuper ror iuum."
32. Im Hintergründe zur Linken die Jung-frau aus einem Hügel. Im Vordergründe empfängtdie Jungfrau eine Krone von der Kirche; hinterder Ersteren zwei Dienerinnen: „Species c^jus utlibani, clectus ut redri est dilcctus meus."
Dilxlin, Lidliotliec» Kpeiicerianii I. xi.ii. 36.hält dies sowol für die Geschichte der Buchdrucker-als der Holzschneide - und Kupferstechcrtunst äußerstwichtige Werk für einen Abdruck von Metallfonncnuud nicht von Holzplatten. Er nimmt seine Gründevon der Scharfe der bis in die kleinsten Detailsausgedruckten Bildgegenstände und von der Erha-benheit her, welche die Rückseite des Papierscharaktcrisirt, wo der leise darüber hingleitendeFinger die Eindrücke einer härteren Masse fühlenlassen soll, als Holz hervorzubringen im StandeWare. In dieser Ansicht aber hat der zweifel-süchtige Brite alle früheren und spateren Biblio-graphen gegen sich. Es ist augenscheinlich, daßvon dem „hohen Liede" drei oder noch mehr
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