Uamberg. — Johann Sensenschmid. — Heinrich Petzensteiner.
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und technisch vielleicht selbst vorgezogen zu werdenverdienen.
Von der schönen Bibeltype mag hier ein Facsi-mile des Anfangs der Genesis Zeugniß geben.
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Sein erster datirter Druck ist die Sammlung derBoner'schm „Fabeln" von 1461. Darauf folgte,wahrscheinlich in dem nämlichen Jahre, der „deut-sche Aelial" nnd der „Rechtsstreit zwischen Todund Menschen" und im Jahre 1462 die „bibli-sche Geschichte von Joseph, Daniel, Esther undJudith", die „AZiblia panperum latina", diedeutsche „Armenbibcl" und die zweite AuSgabcdes „Rechtsstreites mit dem Tode." Nach demJahre 1462 tritt in Bambergs ältester Buchdrucker-gcschichte eine merkwürdige Pause ein. Ohne Zwei-fel gehörte Pfister zu den sogenannten „fahrendenDruckern" ohne bleibenden Aufenthalt; denn wieließe es sich erklaren, daß Bamberg volle IS Jahrehindurch mit keinem neuen Drucke hervortrat, wennes eine bleibende Officin gehabt haben sollte? Erstmit dem Jahre 1431 erscheint wieder ein zn Bam-berg gedrucktes Buch: „Das Fäden der natür-liehen Meister", eiue gereimte Uebersetznng dervit-xz ?I>!IosopIwrum 65 poetlli'um des EngländersWalter Burley, Lehrers des Königs Eduard IV .Es ist dasselbe, obgleich der Drucker nicht genanntwird, aller Wahrscheinlichkeit nach von nachfolgen-dem Typographen gedruckt.
Johann Sensenschmid,
von 1482 bis 1490,aus Eger gebürtig, von welchem weiter unten beider Buchdruckergeschichte der Stadt Nürnberg aus-führlicher die Rede sein wird, weil er dort seine
Künstlcrlaufbahn begonnen, hatte im Jahre 1478diesen sciueu Wohnort auS unbekannten Gründenverlassen und war nach Bamberg gekommen, umfür den Abt Ulrich III. auf dem Michelsbcrge das„Missale ordinis S. Penedicti", 1481. in Foliozu drucken, ein Meisterstück, welches dem Anst-und Schöfser'schen Psalter an die Seite gesetzt wer-den kann. Die metallene Missaltype, welche in derMitte des Buches vorkommt, wird wol schwerlichvon irgend einer anderen an Größe nnd Schönheitübertroffen werden. Im folgenden Jahre vollendeteer in Gesellschaft von
Heinrich P e tz e n st e i n e r,
von 1482 bis 1490,ein Brevier für das Biöthum Frcistngen. ImJahre 1484 gab er mit demselben Gehülfen die„Tageszeiten" (I^Iber Iwe-irum) für das Domstiftzn Bamberg in zwei Foliobanden und spater wie-derum in zwei Octavbändcn heraus. Sein nächstesWerk war nun ein großes
Missale ccclcsiae Natisvonensis.Er wurde nämlich im Jahre 1435 nach NcgcnSburgberufen, um dort mit Beihülfe des Johann Bcckeu-haub für das Hochstift das erste Meßbuch zu drucken,welche Arbeit er zur größten Zufricdeuheit des Bi-schofs und des Capitels vollzogen hat. Den Canondieses BucheS mit den besonders großen Buchstabenvollendete er zu Bamberg , wie am Schlüsse dessel-ben zu ersehen ist, wo mit rothen Lettern „ervnlienlirrga" stehet. Das Regensburger Missale