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oundragevimales",' „Historia Friderici 7. Imvc-ratoris", und „Snlomonis Episrovi Constant.glossarium latinnm" heraus. Auch druckte dasKloster im Jahre 1474 mir Anton Sorg'schen TypendaS „Svcculum historialc" des Nincenz vonBeanvais.
Merkwürdiger und in allen seinen Unterneh-mungen großartiger als Schüßler war sein Zeit-genosse, der als geschickter Bücherschreiber undRnbricator berühmte
I o s) a tt n B ä m l e r,
von 1472 bis 1492.
Ihm gebührt daS Verdienst, in der Zeit des erstenAuskeimenS der Bnchdruckerkunst in seiner Vater-stadt die meisten Werke in deutscher Sprache heraus-gegeben und somit nicht wenig zur Veredlung seinerunstudirtcn Mitbürger beigetragen zn haben. Erstand bei den Bibliographen von jeher in so hohemAnsehen, daß ihm mehrere derselben, wie PeterScriver, Martin ErusiuS, Melchior Adam , Löschernnd Pseisfer, eine lateinische Bibel zuschreiben,welche er bereits im Jahre 1466 oder 1467 zu Augs-burg gedruckt haben soll. Die Nichteristenz der-selben ist jedoch langst erwiesen. Seine wichtig-sten Leistungen sind: „Pic Summa Johannis",„Das buch Arlial genannt", „Vom Anfang desbcrg vnd bürg Andechs", „Histori vö de grosseAlcrand'", „Von den sieben Weisen meistern",„"Nützlich böchlein FUelibus genannt", „einPlenari", „Der born der gesivvten fruntlchast",„Line schöne historia, wie TroM die KöstlichStatt erstöret umrd", „Der Heiligen leben",„Das vuch der natur", „ordnnng der gesunt-hcit", „Crouica vö allen Kaisern vn Königen, dieseyder rpi gepnrd gcNcgicrt vii gercichsznct habe",„Die histori des Königes Avollonii", „Hystorievon der Kreuzfahrt Gottfrieds von Bouillon",„hilstorn vö einer edlen .jungen frawen Sigis-inunda genannt", „Hie vahet an die (Lronicawie got geboren ward got in seiner eungkeit, nachseiner grossen miltigkeit, der molt in selber nitbehalten allein den schacz der ewigen wunne itc."Viangel an Raum gestattet nicht, auch die lateini-schen Werte dieses Druckers hier anzuführen.
A >i t o n Sorg,
von 1475 bis 1498,
ein Bürger von Augsburg , welcher eine große An-zahl nicht unerheblicher Druckwerke lieferte. Seinerstes Buch ist:
Joannis Oallensis summa collcctionum,
vom Jahre 1475. in Folio.Sein letztes war nach Maittaire IV, 679.
Henrici de Saronia, Alberti FNagni dis-
rivuli liber de secretis mulierum.Sorg hat sich ein ganz besonderes Verdienst um dieHerausgabe von Bibeln (1477 und 1480) erworbenund nebenbei nicht nur die Kirchenvater, sondernauch das deutsche Recht ius Auge gefaßt. Vondem Ersteren zeugt „Ambrosii erpositio in Lucacrvangclium" nnd von Letzterem daS „Weichbild "und das „Fehnrecht". Was aber uuter seinen Er-zeugnissen außer den Ausgaben der heiligen Schriftdie meiste Aufmerksamkeit verdient, ist Ulrich Rei-chenthaler's
Concilium buch geschehen zu Costencz, vom
Jahre 1433. in Folio,in welchem alle merkwürdigen Ereignisse jener welt-historischen Kirchenversammlnng (1414) chroniken-artig verzeichnet sind. Die ersten eilf Blatter gebeneine Uebersicht der anwesenden Prälaten: „Hienachist zu dem erste» verschribcn wie die Cardinalvnd erczbischös turstcn vnd herre gen rostcntz zndem roncilio eiurittcnd." Auf der Rückseite deseilfteu Blattes ist ,,W' a»tang des ronciliüs zucostcnecz." Den Beschluß macht die Geschichte derVerurthcilung des Johann Huß . Es ist dies zu-gleich das älteste gedruckte Wappenbuch, das wirbesitzen, indem Johann Sorg die Wappen (1200an der Zahl) sämmtlicher Anwesenden in Holzschneiden ließ, um damit sowie mit anderen Vor-stellungen sein Werk zu schmücken. Da zu jenerZeit die vornehmsten Männer der ganzen Christen-heit in Konstanz beisammen waren, so ist diesesWappenbuch auch ziemlich vollständig.
Auf Anton Sorg, in dessen Werken man schonvier Typengattungcn unterscheiden kann, folgen inchronologischer Reihe mehrere Drucker, welche nursehr wenige Bücher als Zeugen ihrer Thätigkeit