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Geschichte der Buchdruckerkunst in ihrer Entstehung und Ausbildung : Ein Denkmal zur vierten Säcular-Feier der Erfindung der Typographie ; Mit einer reichen Sammlung in Holz und Metall geschnittener Facsimiles der seltensten Holztafeldrucke, Nachbildungen von Typen alter berühmter Officinen und Proben von Kunstdrucken nach den neuesten Erfindungen unserer Zeit / von Dr. Karl Falkenstein, Königl. Sächs. Hofrathe und Oberbibliothekar, ...
Entstehung
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Fyon. Hugues Uarbou.

wo Michael Wenßler, der berühmte Baseler Typo-graph, 1493 daSMissale Cluniacrnsc" in Foliodruckte; Nantes 1493, Limoges 1495, Pro-vins 1496, Avignon 1497, Antrc'guier oderTre'guier in der Bretagne , wo Aufsrct Quatgue-vcran daSCatholikon" in bretanischer, französi-scher und lateinischer Sprache, das einzige daselbstgedruckte Buch, im Jahre 1499 in Folio herausgab.Sedan zog im siebenzchntcn Jahrhunderte durchdie von Jean Jannon mit der nach dieser Stadtgenannten kleinen Type, der8ed-moise", welcheder späterenDiamant" entspricht, ausgcsührtenhöchst niedlichen und jetzt theuer bezahlten Drucke,die sich nebenbei durch Corrcetheit hervorheben, dieAufmerksamkeit der Bücherfreunde auf sich.

Als Probe der im fünfzehnten und sechszehntenJahrhunderte in Frankreich fast allgemein üblichenTypcnsorm mag ein Facsimile auS Pierre de Vlarru'sHeldengedicht auf die Belagerung nnd Schlacht vonNancy unter Herzog Renatus von Lothringen (1479)hier eine Stelle finden. Das seltene Werk führt denTitel.'?etri de LIaiiorivo insigne I^suceidos VPU8de bello i^eneeisno. Impressum in eeleliri I^otlui-r!ng!as pago divi?^icvlai de ?ortu, per?et. lacobi

xresdvt. loci pnx-iuum" 1518. in Folio mit Holz-schnitten. Der Flecken St. NicolaS bei der Haupt-stadt Lothringens hatte dereinst eine nicht unerheb-liche Druckerei. Das Privilegium des HerzogsAnton von Calabrien und Lothringen ist in bei-folgender Schrift:

nthomeparia graceoeoieu

Gliede LatabttveLoirance» deAar ^arcM^yai-Hedirpom ^onit depnuuKeAAmtdcmom^ .Ätoueno^chareschau^ Pc,rcscßmch> Aa»^ Pimosh ^5ap

welche die Mitte zwischen Gothisch und dergrossevawrde" hält, der Tert des Gedichtes aber ist ineiner schönen Antiqua gedruckt.

Von der Einführung und Fortbildung der Typo-graphie in Paris haben Chcvillier, de GuigneS,Greswcll, Capelle, Crapclet uud Taillandicr mehroder weniger gründliche Nachricht gegeben. Die-Abhandlung des Letzteren ist wegen der auf dieBuchdruckerkuust Bezug habenden, früher gröfiten-theils noch ungcdrncklcn Verordnungen der Königevon Frankreich wichtig. Nachrichten oder Auskunftüber die gegenwärtigen Leistungen der französischen

Typographie geben die periodischen Blätter: >, ^nnales

<ls la tvpogrgplue traneaiss st 6trangers, Journal Lpe-ei-d de I'imizrimeris, de !->. konderie, de la gravure, deIs libiairie et de la püpeterie." ?sr., impr. ds l^orjuin.1838. 4. l-'lmpi imerie, vi gans des interets »rtisti-c^ues et materiels des ouvriers tvpngraplies, eclio desAteliers de ?aiis et dv Is?roviuce." ?ar., impr. deIZetliiins 1839. 4.Revue Liblioglapbisjue. Journalde Lil>liolog!o, d'Iiistoire litteraire, d'imprimerie etde lidrairies, riublis psr deux diblioiilüles." ?ar.,vldot, 1839.Nr. Leuoliot, IZidliograpliie ds Ispi sncs. " kodier, vulletin du IZililio^Iiile."