die Kunst von 1540-1736 in ununterbrochener Rei-henfolge ausübte. Noch sind einige Drucke desKlosters zu He ein bei Schoenhoven von 1495-1500zn erwähnen. Bemerkcnswerth ist, daß Amsterdam ,obwol in der unmittelbaren Nachbarschaft von Har-lem, erst mit dem Beginne des sechszehntcn Jahr-hunderts eine Buchdruckerwerkstatt und zwar diefrüheste in der „ Engeleuburg" unter der Aufsichtdes Dodvcn PieterSzoon erhielt. Einer der frühestenund seltensten Amsterdamer Drucke ist das „^orcrkcvoor ce yegclirkcn Kerstene mcnsce hocme den durchvä Caluarien op climme sal", von CorneliS vanPcpinghen um das Jahr 1500. in kl. Octav. Baronvan Westreenen vanTiellandt nennt in seinen „XortsSclwts Ltc. In'« (Zi^venli-lxv 1829. 8." Seite 27
die theologische Abhandlung „Dir- ^v-uiäelinglw <Ioedloomen " im Jahre 1518 von Hngo Janszoon vonWoerden ausgeführt, als das erste in der jetzigenResidenzstadt Haag gedruckte Buch. Unter denHaager Druckern zeichnete sich Albrecht Hendricrzdnrch besondere, von niemand Anderem gebrauchteTypen ans, die er zuerst iu den „IMeuuie Kcurenvan de Weesnunere van Nynlandt" im Jahre 1586angewendet hat, deren Form gegenwärtiges Facsimiledem Leser vor die Angen führt.
SeHetz ^Äai^e,ü>^ ^-e^H^v M^ne^Hav Dyftf-andt^A
^nd^^n ^§56.
Eines der schönsten typographischen Denkmäler,welche Holland geliefert hat, ist die DortrcchterBibel von 1636. in Folio.
sind nebst Utrecht die beiden Städte, in denen dietypographische Kunst die höchste Blüthe erreichte.Den Grund zu diesem bis auf unsere Zeit fort-dauernden Ruhme hat eine Typographeiifamiliegelegt, welche das Feld der Buchdruckerknnst anhundert Jahre emsig bebaute und für Holland dasgewesen ist, was für Italien die Geschlechter derAldus und Giunta's, für Belgien und Frankreich
diejenigen der Plantin und Etienne waren, dieruhmwürdige niederländische Familie der Elzevire,die vorzüglich zn Amsterdam nnd Leyden , aber auchan anderen Orten ihre Pressen ansgeschlagcn nndvon 1592-1680 eine große Anzahl der schönstenDruckwerke geliefert habeu. Ihr gewöhnlichesBuchdruckerzeichen war ein Adler, der in seinerKlaue ein Bündel von sieben Pfeilen hält mit der
Devise.' „ Ooncordla rc« smrvas oroücunt
von 1592 bis 1617,
der Stammvater der Familie, war Buchhändler undzugleich Pedell bei der hohen Schule zu Leydeu. Erwar der erste Buchdrucker, welcher bei seiueu Ver-lagSwerkcn den Vocal u von dem Consonantcnv in der Form unterschieden hat. Sein Namekommt zuerst aus eiuer Ausgabe des Eutrop vomJahre 1592 vor. Er hinterließ zwei Söhne, Mat-thys uud Aegidius. Jeuer erscheint als Buchdruckerin Leyden , dieser betrieb den Buchhandel im Haag.Die vier Söhne des MatthyS, dnrch welche derberühmte Name dieser Familie recht eigentlichbegründet worden ist, waren: Jsaak, Abraham,Vonaventnra und Jakob.
Jsaak Elzevir,
von 1617 bis 1628,druckte anfänglich für sich allein auf eigene Rech-nung nnd von 1617 ab verschiedene classische Werke,unter welchen sich auch diejenigen deö Constanti»Porphyrogenetus befinden. Mit dem Jahre 1618erschienen mehrere Bücher unter der Bezeichnung
„ ilpu<1 IZInevIeo« " oder „ex otkcina KI?.<zv!ior»m",> Welches beweiset, daß eine Handelsgesellschaft zwi-schen mehreren Brüdern oder Verwandten der Fa-milie Elzevir bestand. Jsaak bezeichnete seine Drucke,unter deuen die Odyssee von 1619, in klein Quart,Aufmerksamkeit verdient, einige Zeit hindurch mitder Devise seines Oheims LouiS; spater wählte erj eine Ulme, nin deren Stamm sich eine Nebe schlingt,! mit dem Einsiedler und den Worten „»on «olu«",welches Zeichen auch seine Nachfolger führten. Aufeinigen Ausgaben kommt als Titelvignette ein ange-zündeter Holzstoß vor, wahrscheinlich eine Anspielung