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Unter dem den Fürßenbergißhen Erben, für die Zahlung der Renten gemeinfam ver-bleibenden Activvermögen werden erwähnt: 15 Pfd. auf dem Steinkrame und auf demKrämlein daran an der Hofpforte. Bei der Auseinanderfetjung Leheimers mit feinenHalbßhweßern Wirich, oder bereits bei der mit feinem Stiefvater, muß alfo dieferWirichßhe Befitj, Ausgleichs halber beiaßet worden fein.
Im Jahre 1422 erßheint, neben der Mutter Johann Gutenbergs (125), noch eine ältereSchweßer. Der bezügliche AuszugJ. E. v. Glauburgs aus den zum Jungenden Grünbuchs-Beilagen lautet: „1422 übergibt Contz Franckenstein einen Flecken in Mentz, zumLutzerumb genant, Greten und Elsen zu Gudenberg, Geschwistern
Elfe iß zweifellos die Witwe Frieles zur Laden; auf ihre Schweßer iß die Bezeichnung„zu Gudenberg“ nicht mitzubeziehen. Da der Vater der Schweßern, Werner Wirich(siehe bei IV 6), in 1370 das Erbe zu der kleinen Luczernen auf dem Heumarkt befaß,fo iß nicht daran zu zweifeln, daß nur ein Lefefehler in dem Hausnamen vorliegt. ZumJungen hatte die Gewohnheit, allen auf um und heim endenden Namen ein „b“ anzu-hängen. — Ueber diefe Grete iß fonß nichts bekannt.
VI. Wappen und Siegel Das Geßhlecht Gänsfleifch führte einen nach rechtsA i? n • , [chreitenden Pilger im Schilde. Er hält in der Rechten
der ramme (jansrleiscn. e j ne ge i be Schale, wie eine Gabe heifchend, empor;
(Mit einer Wappen- u. einer Siegel-Tafel.) dje Linke ^ f ich auf einen langen gelben Stachel-
Stock. Der Mann iß mit gelbem Rode, Hofe und Mantel bekleidet; der Kopf iß mit einergleichfarbigen, enganliegenden Gugel bedeckt, an deren Spitze eine große Kugeltroddelhängt. Auf einigen der älteßen Siegel hängt über den Mantel noch eine Kapuze herab.Rode, Mantel und Gugel find mit weißem, fpäter ßhwarzgetupften Pelz gefüttert. DieHelmzierde beßeht aus einem ebenfo gekleideten Rumpf eines Pilgers.
Was die Farben des Schildes und der Helmdecken betrifft, fo haben wir ßchereNachrichten nur über die jüngße Linie des Stammes von Sorgenloch: der Schild roth, dieDecken gelb-roth. Die älteße farbige Darßellung, die nach einer von dem großh. BadifchenGeneral-Landesarchive mitgetheilten Paufe auf der Wappentafel wiedergegeben wordeniß, rührt ungefähr aus dem Jahre 1461 her. Sie ßeht in dem Lehnbuche Pfalzgraf Friedrichs,neben der Regißratur über das dem Henne von Sorgenloch gegebene kurpfälzifche Burg-lehen zu Oppenheim (Karlsruhe, Copialbuch 635J. J. 2, f. 277’; eine Skizze danach bei vonNeuenßein, Wappen aus dem Lehensbuche Friedrich I. von der Pfalz, S. 177).
Die ältere Linie des Stammes Sorgenloch nahm im 15. Jahrhundert eine andere Helm-zierde an; auch beßreute ße den Schild mit Kreuzen. Es iß ein Hut mit umgeßhlagenerKrempe, oben mit einer Kugel, und beßeckt mit drei Pfauenfederbüßhen. DerWechfeldes Helmes iß zuerß im Jahre 1439 bei dem Scholaßer Jacob G. (1112) nachweisbar;Beizeichen im Schilde führte er bereits 1426. Seinem Beifpiel folgten dann feine Bruders-föhne und deren Nachkommen. Die jüngere Linie des Sorgenlocher Stammes dagegenbehielt das 1461er Wappen unverändert bei. Eine farbige Darßellung des Schildes findetßch auch in dem Wappenbuche der Gefellfchaft Alten-Limburg zu Frankfurt aus demJahre 1558 (Darmßädter Archiv, Adel, v. Glauburg).
Von dem älteren Stamme, dem des Erfinders, iß eine farbige Darßellung nicht bekanntgeworden; auch kommen auf den Siegeln keine Beizeichen vor. Bei der durch Beinamen