108
Die fpäteren Begtjwechfel, die hier nicht weiter interefgren, kann man bei Lehne undSchaab vergleichen (Gefammelte Schriften IV, 2, S. 247 ff. und E. B. II, S. 84 ff). DieAnficht des Hofes auf dem Mascopghen Stadtplane von 1575 und feiner Copie von1724 zeigt deutlich,, dag der Hof durch einen, der Emmeransgraße gleichlaufenden,Querflügel, in der Mitte des längs der Pfandhausgraße geh ergreckenden Hauptbaues,getheilt war.
Die Linie Gutenbergs war jedenfalls feit ungefähr dem Jahre 1370 nicht mehr an demHofe zum Gänsfleipii betheiligt.
B. Der Hof zur Laden, Es ig nicht bekannt, wie diefer Hof, nach dem von der(Schu(ier(iraße N. 12, 14 u. 16). Familie G. zuerg Friele genant zum Efelweck (112) imJahre 1364 bezeichnet wird, an ihn gelangt ift.
Es gab nämlich ein eigenes Gejchlecht diefes Namens, deflen Glieder geh nur durchihr anderesWappenbild von den Nachkommen Frieles fondern lagen. UmVermengungenvorzubeugen, feien ge hier aufgeführt.
Zuerg lägt geh ein Heinricus zur Laden, Canonikus zu St. Johann in Mainz , nach-weifen, der vor 1327 vergorben war. In, oder bald nach 1327 lebten dominus Jacobusz. Laden und Johannes (Henckin) dictus z. Laden, Bürger zu Mainz , der mit Heinricusdictus Gugenhover zu Meygelon dem Stift St. Johann grundzinspflichtig war (Zinsbuchdes Stifts St. Johann von 1327, im Darmgädter Archive, f. 5, Nachtrag. Zinsbuch desfelbenStifts im Mainzer Stadtarchive, K. 14, ff. 5’, 6’, 20 u. 25). Am 17. Januar 1332 war unterden Mainzer Bürgern in der Urk. Kaifer Ludwigs: Henchin zur Laden; 1338 erhältderfelbe Zollfreiheit für 50 Fuder Wein; auch 1352 kommt er in Mainz vor (Würdtwein,Diplom. Mog. I, S. 482; Sauer, Naffauifches Urkbch. I, III, N.2114; Baur, Heff. Urk. III,N. 1249). Derfelbe Hennekin zu der Laden, Bürger zu Mainz , wird es fein, der 1354vorkommt (Publications de la societe hiftorique de l’inst. de Luxembourg XXXVI,p. 68, N. 328. Nach Auszug v. A.Wyg). Dann erfcheint 1363 und 71 Johann zu der Laden,Canonikus und Amtmann des Stifts S.Maria ad gradus (Sauer, Naff. Urkbch. I, III, N.3105u. 3367) der, als Dechant diefes Stifts, 1373 bereits als vergorben angeführt wird (MainzerStadtarchiv, Präfenzbuch von Liebfrauen von 1373, f. 92). Abermals ein Johannesz. d. Laden war Canonikus, fpäter Dechant zu Liebfrauen, 1375, 83, 87; vergorben 1391(Seelbuch von Mariengreden in Mainz , f. 4’ u. 17; Mainzer Stadtarchiv, Urk. III, 548und Reimer, Heff. Urkundenbuch II Abth. IV, N. 429 mit Siegel); weiter ein Jacob z.Laden, Canonikus zu St. Johann , 1389, 90, 91 u. 93 (Mainzer Stadtarchiv, Urk. III, 663;Copialbuch von St. Peter im Darmgädter Archive II, N. 303; Urkunde des hl. Geig-Spitals im Mainzer Stadtarchive von 1401; Gudenus, Codex Diplom. III, S. 834). EinMainzer Bürger Johann zu der Laden, zum Siechenkorbe, der 1373 erwähnt wird(Darmgädter Archiv, Urk., Mainz , Stadt, N. 725), verheirathet mit Grede, der Witwe desHeinzeMerenberg, quittirte dieAndernacherLeibrenten feiner Ehefrau in 1387, 89 und 98(Annalen des higorigiien Vereins für den Niederrhein , Heft 59, S. 71 u. 73, NN. 854,855 u. 877. Sein Siegel ig zwei Mal erhalten.) Im Jahre 1395 wird er, oder fein Sohn,als Hensichin zur Laden bezeichnet, Neben ihm kommt noch Johann zur Laden, Cano-nikus zu Liebfrauen vor (Baur , heff. Urk. III, N. 1504). Endlich 1419, als letztes Vor-kommen, Hensechin zum Siechenkorbe (Darmgädter Archiv, Urk., zum Jungen).