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K. SCHORBACH
Das Verzeichniß der rückständigen Gelder mit dem Titel: „Porta. Dis iß das Receßbüchel aller vßonder zinß vntj vff Johannis anno 1. nono“ bucht auf Bl. 5 b Zeile 11 f(vgl. Tafel 18 unten):
Jtem Johan Gütenberg vnd Martin Brehter tenentur iiij libras || Martinjanno Lviij 0 . ||
Die „Rechenung Cün Hans des porten fchafifeners von Johannis anno lix° vnt? vfF
Johannis anno lx°“ enthält auf Bl. 12 a Zeile 6 ff diefe ausgehenden Poßen :
Jtem Klückel. tenetur x ß den. ||
Jtem J o h a n n G ütte nber g | ., ,
) tenentur mi hb. denar.
Jtem Martin Brechter f ’ 11
Jtem M. Arbogaß Eihart . . tenetur xxx ß den. || (Vgl. Tafel 19 oben).
In dem gleichen Regißer ßeht auf Bl. 27 a eine Liße von Ausgaben der SchafFnei (Disnoch gejchriben hab ich vsgeben an aller hand coßen von Johannis anno lix° vntj vffJohannis anno lx°). Darin findet ßch aufZeile 12 diefer unbemerkt gebliebene Eintrag:Jtem v ß den. von zweigen brieffen zu fertigen Johan Guttenberg . ||
Der „Receß aller vßonder zinß vnt* vff Johannis anno lx°“ bietet auf Bl. 6 b Zeile 6 ffnachßehende Stelle (vgl. Tafel 19 unten):
Jtem Klückel Lauwil tenetur x ß d. anno lx° Gregorij ||
Jtem Johann Gütenberg vnd Martin Brehter tenentur iiij libras ||
Martinj anno lviij 0 . Jtem iiij libras Martinj anno lix°. || (etc.).
Endlich hat die „Rechenung Cün Hans der porten fchaffener von Johannis anno do-mini M°cccc°lx mo vnß vff Johannis anno lx primo“ unter den rückständigen ZinfenBl. 5 b Zeile 2 aufgeführt:
Jtem Johan Gutenberg vnd Martin Brehter tenentur iiij üb. den. ||
Alle diefe Einträge ßehen, wie in den früheren Rechnungsbüchern, unter der Rubrik:Sant Thoman (vgl. oben Nr. XVII). 294
Die Original-Rechnungsbücher befinden [Ich im S. Thomas-Archiv zu Straßburg (vorderes Gewölbe, ohneSignatur). Es (Ind 6 Papier -Hefte in 4° (30>C21 cm) von ungleichem Umfang (10—32 Blätter). Die Jahres-rechnungen [ind von dem damaligen Schaffner Cün Hans gefchrieben, die Receßbücher von anderer Hand.Bei Charles Schmidt, Nouveaux dötails sur la vie de Gutenberg (1841) wurden obige Verzeichnifle nichtnäher berüdcßchtigt und in Folge deffen auch nicht bei v. d. Linde und Heffels.
Für die Facftmile-Tafeln mußte eine Auswahl von Stellen genügen.
Die Aechtheit der Rechnungsbücher von S. Thomas ßeht außer Zweifel. Heffels hatßch nicht die Mühe genommen, fie nachzuprüfen, objchon es ßch verlohnt hätte. Irgend'welche Bedenken hat er nicht geäußert, doch wäre es feine Pflicht gewefen, auch minderwichtige Urkunden auf ihre Glaubwürdigkeit zu unterfuchen.
Aus obigen Einträgen in den SchafFnei-Regißern des Thomas-Stifts, die ßch den inNr. XVII mitgetheilten genau anreihen, ergiebt ßch Folgendes. Wie wir früher fahen,hatte Gutenberg bis Martini 1457 die Zinfen für die beim Thomas-Kapitel zu Straßburg auf-genommene Schuldfumme von 80 Pfund Straßb. Pfennige regelrecht bezahlt. Aber [chonbei diefem letzten Termin müffen Schwierigkeiten eingetreten fein, denn unter den Aus-gaben des Schaffners (gebucht Johannis 1458) erfcheint ein Poßen von 2 Schillingen,,beredinet für Arreßierung Martin Brechters und Gutenbergs . Da jedoch die zu Martini 11457 fälligen Zinfen von 4 Pfund nicht im Receßbuch vom Jahre 1458 aufgeführt werden