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Zeile 7: Gela legittima fua f. nett (?) ||
„ 8: Hilla famula dominj Conradi Zubroit ||
„ 9: Hengin Gudenberg ciuis Maguntin[us]f’||(?) 316 [fast verloschen].
„ 10: Anna de Cronenberg famula domini Chri[Hani Gang ||
„ 11: Philippus Gang || (etc.).
[Vergl. Tafel 23 oben Spalte II].
Das Verzeichnig der verftorbenen Laien-Mitglieder der St. Victor-Bruder(chafthebt an auf Bl. 10 b Sp. I mit der rothen Ueberfchrift:
Incipiunt nomina fratrum et fo- || rorum laycorum mortuorum frater- || nitatisecclepe (ancti Victoris || extra muros Moguntinos. ||
Auf Bl. 12 b Sp. I ift links am Rande (bei Zeile 2) vom Rubricator folgender Vermerkeingetragen: Nota hic recitentur || nomina laicorum mortuorum || caufa breuitatis. ||
Unter diefer Rubrik (landen urfprünglich, als die Handfchrift des Liber fraternitatisnoch unverfehrt war, die Namen in der Reihenfolge, wie fie das Facfimile (Tafel 23 untenSpalte II) zeigt. Der Eintrag auf Bl. 12 b Sp. II Z. 1—4 lautete:
Zeile 1: Hengin Gudenberg ciuis Mag[untinus] || [jetzt ausgeschnitten ].
„ 2: Ruprechts Meckel ||
„ 3: Bugmans Elggin ||
„ 4: Clefe Gofgell de Algigheym et Kette vxor eius || (etc.).
[NB. Der noch vorhandene Pergamentstreifen mit Gutenbergs Namen wurde bei derphotographischen Aufnahme an seinen ursprünglichen Platz eingesetzt ].
Das Original des Bruderfchaftsbuches von S. Victor, das fich noch im Anfang unferes Jahrhunderts inMainz befand, wird jeßt im Haus- und Staats-Archiv zu Darmßadt (Copialbüdier Mainz S. Victor Nr. 3)aufbewahrt. Es iß ein Pergament-Codex in klein Folio (33 1 / 2 X25 cm), der 20 Blätter mit alter Zählungumfaßt. Der urfprüngliche Holzleder-Einband trägt noch die frühere Signatur des Stifts-Archivs: Litt. LNr. 13. Die Handfchrift ift im 14. Jahrh. begonnen und mit Nachträgen bis zur 2. Hälfte des 16. Jahrh.verfehen. Blatt l a des Manufkripts iß leer, Bl. l b enthält eine Inhaltsüberßcht von einem Schreiber des16. Jahrh. Das zweite Blatt blieb unbenußt. Auf Bl. 3 a —5 a Spalte II ßeht, von einer Hand des 14. Jahrh.zweifpaltig gefchrieben, die Inßitutio fraternitatis, die Saßungen der Bruderfchaft vom Jahre 1384. DerOrdo recipiendi fratres (Aufnahmeceremonie der Mitglieder) findet ßch Bl. 4“—5 a . Auf Bl. 5 b beginnendie Verzeichniffe der lebenden Mitglieder, und zwar 1) Prälaten und Kanoniker 2) Vikare und 3) Laien.Daran fchließen ßch Bl. 8 b —13 a die Lißen der verßorbenen Bruderfchaftsmitglieder unter den gleichenRubriken. Blatt 13 b iß leer. Es folgen dann noch Bl. 14 a —20 b als Anhang fpätere auf das S. Victorßiftbezügliche Einträge, darunter Bl. 16 a —17 a die Renovatio fraternitatis vom Jahre 1494, fowie ferner Notizenüber Vermächtniffe und Einkünfte des Stifts.
Die Lißen der Mitglieder find im 14. Jahrh. begonnen und bis ins 16. Jahrh. fortgeführt worden, jedochin der Weife, das der Raumerfparniß wegen vom 15. Jahrh. an die älteren Einträge ausradirt und an derenStelle andere Namen gefeßt wurden. Die neuen Aufnahme- und Sterbfallvermerke find von verfchiedenenHänden und mit wechfelnder Tinte gefchrieben; Datirungen find äußerß feiten.
Gutenbergs Name auf Bl. 7 b Spalte II Zeile 9 (vgl. Tafel 23 oben) war mit fehr blaffer Tinte gefchriebenund faß verlofchen. Durch Anwendung von Reagens haben Frhr. Schenk zu Schweinsberg und ArchivrathA. Wyß in Darmßadt die Stelle aber noch ßcher entziffert. Auf unferem Facfimile können geübte Augenjeßt wenigßens noch Theile des Namenseintrags erkennen. — Der zweite Eintrag auf Bl. 12 b Sp. II Z. 1mit dem Vermerk von Gutenbergs Ableben iß, wie fchon oben erwähnt, nicht mehr an feiner Stelle vor-handen. Er wurde von dem bekannten Fälfcher Bodmann herausgefchnitten. Der Ausfchnitt, ein Perga-mentßreifen von 107x14 mm, hat ßch aber glücklicherweife unter Bodmanns Papieren erhalten undbefindet ßch jeßt in der Stadt-Bibliothek zu Mainz . Für das Facfimile habe ich ihn an feine urfprünglicheStelle eingefeßt; feine Zugehörigkeit zum Liber fraternitatis iß (befonders durch die Rückfeite des Blattes)