238
K. SCHORBACH
8 .
9.
10 .
11 .
12 .
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19 .
20 .
28.
29.
30.
31.
32.
33.
34.
35.
(+ 1447!) auf alles Gut Verzicht leiteten, das ihre Schwerer Hebele (!) dem S. Clara-Kloßer in Mainz zugebracht habe. Gutenberg insbefondere überläßt alle Bücher, die er der Liberey des Kloßers über-geben, demfelben als ewiges Eigentum und verfpricht, auch ferner alle feine Drudewerke dem Kloßerzuzuweifen. Die Siegel der fogenannten Urkunde waren folche der Sorgenlocher Linie 1 Der Text derFälfchung wurde (nach Bodmanns angeblicher Abfchrift vom Mainzer Original) deutfeh von G. Fifcher,Befchreibung typogr. Seltenheiten 1800 S. 42 und Essai sur les mon. typ. S. 46, fowie franzößfch vonOberlin a. a. O. S. 4 veröffentlicht. Den Nachweis der Fälfchung erbrachte Schaab, Erfind, der Buch-druckerkunß 1, S. 32 ff; vgl. dazu Heffels, Gutenberg S. 105 Nr. 17.
Von den irrtümlich auf Gutenberg bezogenen urkundl. Notizen ift anzuführen der bei v. d. Linde,Gutenberg Urk. XVI abgedruckte Eintrag in dem Todtenbuche des Dominikanerkloßers in Mainz (unterdem 2. Febr.): „Obiit dominus Johannes zum Ginsefleis...“ Im Archiv für heff. Gefch. XV. 1884, S. 337 ffhat Frh. Schenk zu Schweinsberg erwiefen, daß diefe Stelle ßch nicht aufjoh. Gutenberg beziehen kann,fondern vielmehr auf einen Vetter feines Vaters (ßehe oben S. 72, 118.); vgl. auch Heffels, GutenbergS. 116 Nr. 22.
Es folgt noch der erklärende Zufaß des Chronißen: „Ift Peter zum Jungen zum Blashoff, fo anno 1403verßorben, Hausfrau gewefen;“ vgl. oben S. 76, 131.
wo zweijer: Mainzer Handfchrift (M). Vielleicht iß es verfchrieben für: von zweyer.wißen fehlt M.
Gülichter: M.
mit — haben fehlt M durch Verfehen des Schreibers; er fprang von ,haben“ zu ,haben.“ander: M.
weren fehlt M. W. (Würzburger Manufkript = W).
Vnd — lebende fehlt M.oder den: M. Auch hier überfprang der Schreibereinige Worte durch Abirren (lebende—lebende),vorgemelten: W.
hornvezzel = Riemen, woran das Hifthornhängt, vgl. Lexer , Mittelhochd. Handwörterb.
I 1342.ßeet: W.auffbieden: W.
Die Namen der Zeugen ßnd in beiden Copien nicht überliefert; ebenfo fehlt das Datum.
Vgl. Hallein, Mainzer Civilrecht S. 17 und Rieh. Schröder, Deutfche Rechtsgefchichte. 3. A. 1898. S. 694.Nach Gudenus, Codex diplom. Mogunt. II S. 491.
Vgl. Dziaßko, Sammlung bibliothekswißenfchaftlicher Arbeiten VIII, S. 38.
Ihre Namen hat die Urkunde von 1421; vgl. Schaab II S. 210 Nr. 66 und Hegel, Chroniken XVII, S. 352.Ueber die Thätigkeit der Hausgenoßen vgl. Hegel, Chroniken XVIII, Verfaßungsgefchichte von Mainz S. 66 f.
21.
verfeßte verkaufft: M.
22.
do von: W.
23.
ije: M.
24.
vmbehafft: M.
25.
fein fehlt W.
26.
dißs: M. diefe
: W.
27.
ßede vnd veß:
W.
Im Fase. AA. 1458 des Straßburger Stadtarchivs fand ich in einem Verzeichniß von Feinden, die „derßatt Straßburg widderfeit hant von des bifchoffs wegen“ (1421) einenHenn Genfefleifch aufgeführt.Diefe Liße von 1493 Abfagen iß nicht mehr vollßändig erhalten. Der Eintrag ßeht auf einem einzelnenBlatt, das früher Nr. 12 bildete und jeßt die neue Zahl 23 trägt. Da das Verzeichniß außer elfäßifchenGefchlechtern auch auswärtige Feinde der Stadt (darunter Städte) aufzählt, fo iß der Schluß, daß dieferHenne Gensfleifch damals in Straßburg gelebt und mit den Patriziern ausgezogen fei, gewagt. Unterden vorhandenen Abfagebriefen fehlt leider der des Henne Gensfleifch. Diefer wird, wie Frh. Schenkvermuthet, ein Glied der Sorgenlocher Linie fein. Daß er in Straßburg unbekannt war, kann man ausdem Eintrag felbß fchließen. Der Schreiber notirte nämlich zuerß Genfefuoß, einen ihm bekanntenStraßburger Namen, und corrigirte dann feinen Fehler. Schon die Zeit fpricht gegen die Identificirungmit Gutenberg; fodann wäre es auffällig, diefen unter den Feinden Straßburgs zu finden, der Stadt,welcher er kurz darauf Zuflucht und Schuß verdankt.
Delkenheim, ein Dorf am rechten Rheinufer, Mainz gegenüber.
In der bei Köhler (Ehrenr. Gutenbergs S. 81 Nr. 14) genannten Summe von XIII Gulden fah man bisherimmer einen Druckfehler für XIIII Gulden, weil als Hälfte der Rente je 7 Gulden angegeben war.