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71. Nachgebildet Quartalbl. des Vereins f. Lit. u. Kunß in Mainz IV S. 5 und auf unferer Tafel 7 oben (nachLaborde PI. I, 1). Die deutliche Correctur (Dicta aus Dictorum) vergeht Heffels nicht! Nur die Jahr-zahl wurde reproducirt in der kleinen Feßfchrift: Gutenberg Erfinder der Buchdruckerkunß. Straßburg1840. S. 13.
72. Facfimile von Dr. Bernays in Quartalbl. des Vereins f. Lit. u. Kunß in Mainz IV S. 6 und auf unfererTafel 7 oben (nach Laborde PI. 1,2). Es i[t alfo mit Schöpflin zu lefen „geleit“ (— gelegt) und nicht „ge-feit.“ Wörheit legen = Zeugniß ablegen.
73. ,dolme‘ elfäß. Wort, verßümmelt aus mhd. tälanc me, tagelanc me; vgl. Lexer , Mhd. Handwörterb. II1390. nit dolme — heute nicht mehr.
74. ,blogen‘ elfäß. Wort = heimfuchen, ftrafen (mhd. plagen).
75. Die beiden curßv gedruckten Stellen ßnd in der Hs. getilgt.
76. Diefer ganze Saß iß facßmilirt bei Laborde Pi. 1,3. (vgl. unfere Tafel 7 oben). Die getilgten Worte ,er uch‘vermag Heffels nicht zu lefen! Einige Worte ßnd am Rand nachgetragen.
77. Hier feßt Laborde Punkte. Es war wohl etwas in der Hs. getilgt.
78. Hanns — preffe: facßmilirt bei Bernays, Quartalbl. des Ver. f. Lit. u. Kunß in Mainz IV, S. 6.
79. do haßu — was es iß: nachgebildet bei Laborde PI. I, 4 (vgl. unfere Tafel 7 oben). Die 3 vorhergehendenZeilen der Handfchrift: „Item Cunrat Sahfpach — abgangen iß“ wurden facßmilirt in der kleinenStraßb. Gutenberg-Feßfchrift vom Jahre 1840: Gutenberg Erfinder der Buchdruckerkunß. Von denZöglingen der Strasburger Indußrie Schule S. 14.
80. Laborde feßt hier Punkte, Schöpflin nicht. Es war jedenfalls Einiges in der Hs. getilgt und nicht mehr lesbar.
81. hant. .. angebürt: fo iß zu lefen ßatt des überlieferten „hatt. . . angebürt.“ Laborde und Hejfels lefenfälfchlich: angehürt.
82. ,zu‘ fehlte in der Hs., was Schöpflin angiebt, und gleich ihm Bernays.
83. do hette — zöugen: facßmilirt bei Laborde PI. I, 5 (vgl. unfere Tafel 7 oben).
84. das ße auch gethan habe: Laborde. Fehlt bei Schöpflin und Bernays. Wahrfcheinlich war es am Randnachgetragen.
85. Jocop: Schöpflin und Bernays nach der Hs., Laborde hat es überfehen.
86. oigete zoigete: fodieHs. Beide Ausdrücke befagen daffelbe (= zeigte); der erßere warfchon archaißifch.
87. Diefe Stelle wurde von Schöpflin richtig verßanden: „jußis folutis.“ Heffels verßeht ße nicht und über-feßt: and if he happened to go out! Daß man folche Ausdrücke nicht erfinden kann, hätte auch derAusländer Heffels begreifen können. Der Sinn iß: nach den Trauerfeierlichkeiten.
88. in: hat die Hs. Beffer ,im,‘ da nur von Klaus Drißehn die Rede iß.
89. ze dun were — fchuldig wäre.
90. burfe: Genoffenfchaft? Gemeinfamer Haushalt? Schöpflin überfeßt: conventus.
91. nötlich — mühfam, befchwerlich. Heffels überfeßt: „thofe nice things“ und verbeffert dann ,dangerous!‘
92. das: bietet die Hs.
93. „biren“ noch heute elfäß. = Birnen. Heffels überfeßte nach Laborde und v. d. Linde: a quantity of beer!
94. getrangen dun — drängen (mhd. gedranc). Noch heute elfäß. „einem drang andün.“ Heffels überfeßtfehr allgemein nach Laborde, deffen Ueberfeßung er überhaupt folgt.
95. Vielleicht ,det‘ zu lefen.
96. Facßmilirt bei Laborde PI. II, 6 (vgl. unfere Tafel 7 unten). Das Wort „Spiegelmacher“ hätte diejenigenvorßchtiger machen follen, welche mit Lacroix (vgl. Anm. 140) die Anßcht vertreten, Gutenberg habein Straßburg das „Speculum humanae salvationis“ gedruckt.
97. ßalte . .. tröfchen — ließ drefchen.
98. - Birnen. Heffels verßeht es fo: a good deal of beer!
99. Facßmilirt bei Laborde PI. II Nr. 7 (vgl. unfere Tafel 7 unten).
100. Ochevart — Aachener Heiligtumsfahrt .
101. Hinter ,verdienen 1 ßeht bei Laborde ein Stern. Vielleicht ftand etwas am Rande oder es folgte eineunleferliche Stelle.
102. morn — morgen; v. d. Linde verßand es falfch (—„murren“). Heffels überfeßte das Wort fdilauerWeife gar nicht.
103. Facßm. bei Laborde PI. II Nr. 8 (vgl. unfere Tafel 7 unten), „goudcel werde“ überfeßt Heffels falfdt(nach Laborde) mit „sorcery;“ es heißt aber foviel als „Gaukelwerk, Schwindel.“
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