Gestatten Sie, daß icy als Anhang einen Aufsatz anfüge, denich nach Beginn des Türkenkrieges schrieb und der am 29. November1914 im „Tag" erschien. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daßich beim Schreiben an Sie und an unsere häufigen Unterhaltungenüber die orientalische Frage dachte.
Ob der Krieg der Türken gegen den Dreiverband nicht doch nochbei vielen Englandern Erinnerungen wachrufen wird an die ruhmreicheVergangenheit Großbritanniens? Welche Verwirrung aller Begriffemuß an der Themse eingetreten sein, um es dahin zu bringen, daßEngland als Verbündeter Rußlands diesem den Weg nach Konstantinopelzu öffnen bereit ist und einen Kampf auf Tod und Leben mit dem Islambeginnt!
Hat man in London nicht gewußt, daß der Krieg mit Deutschland hierhin führen muß, dann war man blind, hat man es gewußt unddennoch den Weltbrand entzündet, dann war man verblendet, und dieGötter verblenden, wen sie vernichten wollen.
Ein Mcnschenalter liegt zurück, da war der letzte Russisch-TürkischeKrieg schließlich mit Hilfe der Rumänen siegreich für die Russen ver-laufen. Angesichts Konstantinopels aber fielen den russischen Siegerndie Engländer in die Arme. Disraeli , der weitblickende Imperialistund Tory-Führer, war zum Kriege bereit, uni den Russen den Jutrittzum Mittelmccr zu verwehren, wozu ihnen Grey jetzt helfen will.Waren doch im Krimkriegc die Westmächte nach Sebastopol gezogenund hatten Glut und Blut daran gesetzt, die Öffnung der Dardanellenzu hindern.