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I. ABSCHNITT.
rücken diejenigen der Vogesenbildung dem Wanderer ent-gegen.
Hier in Ober-Spechbach sind wir so ziemlich auf derMitte der beiden Formationen, welche einen grossen Einflussauf die Natur und Fruchtbarkeit des Bodens üben.
Das Dorf Ober - Spechbach hegt in einer Mulde, diedurch zwei gegenüberliegende Hügel gebildet wird.
Diese Tiefe dehnt sich jedoch so aus, dass sie, von ge-wissen Funkten aus betrachtet, eine kleine Ebene bildet.
Am tiefsten Funkte dieser kleinen Ebene fliesst einschönes Bächlein, das reichlich Wasser hergibt zur Bewäs-serung schöner dort hegender Wiesen.
Auf dem höchsten Funkte dieser nach Norden gesenktenFläche liegen die Behausungen zerstreut an zwei Haupt-gassen , die Unter- und Obergasse, diese letztere gebildetdurch die Bezirksstrasse von Gebweiler nach Lützel.
Deutlicher als in Hüttenheim, dem Dorfe, das wir späterebenfalls eingehend betrachten werden, treten uns hier dieeinzelnen Bauernhöfe entgegen.
Zwischen den beiden Gassen des Dorfes liegt ein breiterStreifen Landes, welches die Gärten und Obstgärten begreift,deren jeder Hof eine beträchtliche Fläche besitzt.
Die meisten Höfe sind mit einem Lattenzaun umgeben.
Die Sorgfalt oder das Vermögen der Besitzer sind hierdie Ursachen des verschiedenen Zustandes der Hofgebäude imVergleiche zu einander, sowie auch in Hüttenheim.
Ganz offene Höfe ohne Thor und Zaun sind hier keineSeltenheit.
Auch hier finden wir ein Bauernhaus von Holz, des-selben Stiles wie das von Hüttenheim; auch hier sind mehrals einstöckige Häuser nicht zu finden.
Die Steinhäuser sind jedoch in grösserer Anzahl vor-handen, als im genannten Orte des Kreises Erstein . Ein ein-heitlicher Plan in der Errichtung und Eintheilung des hie-sigen Wohnhauses, wie dort unten, findet sich hier nicht.Man würde hier nicht zwei Häuser finden, welche denselbenGrundriss haben.
Neben oft sehr anspruchslosen Wohngebäuden stehen