DAS DORF OBER-SPECHBACH.
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ist alt, auch gothisch aus dom fünfzehnten Jahrhundert, abernicht schön. Er ist mit Giebeln versehen und sehr plump,fast mehr einem alten Burgthurme ähnlich, mit sehr dickenMauern — der untere Theil dürfte viel älter sein, als dasobere Stockwerk — so dass zu vermuthen ist, dass er früherauch zu Vertheidigungszwecken benützt wurde. Die Armag-naken haben ihn 1444 mit der Kirche zerstört.
Im Yolksmunde heisst es, der Spechbaeher Thurm seiein Heidenthurm.
Der Pfarrhof wurde durch den jungen Kleber erbaut,als er noch Baumeister des Stifts Maasmünster war, bevorer zur Armee überging.
Bevor wir nun zur Einzeldarstellung der landwirth-schaftlichen Verhältnisse der Gemeinde übergehen, wollenwir noch einige Angaben über die Bodenbeschaffenheit unddie klimatischen Verhältnisse des Altkircher Kreises, in demOber-Spechbach gelegen, mittheilen.
Der weitaus grösste Theil dieses Gebiets liegt im Be-reiche des rheinischen Diluviums; Lössboden weist der nörd-liche Theil des Kreises Altkirch auf; hierin liegt auch Ober-Spechbach ; ein grosser Theil des Cantons Dammerkirch nachKordwesten hat Lehm- und Vogesendiluvium; auch dieseBöden kommen vielfach in der Ober-Spechbacher Gemarkungvor, während der höher gelegene Theil des Cantons Pfirtgänzlich der Jurabildung angehört.
Die Flussthäler — der 111 und Larg — sind mit vonden Bergen angeschwemmten Gesteinen und Boden angefülltund sehr fruchtbar.
Die Bodenverhältnisse der Gemarkung Ober-Spechbaehssind mit wenigen Ausnahmen sehr günstig. Ausgezeichnetan Fruchtbarkeit sind besonders die Gewanne des Lösses unddes rheinischen Diluviums.
Die Bodenverhältnisse gestalten sich nur dann wenigergünstig, wenn die Thonschichten des Untergrunds zu nahean die Oberfläche treten und dann der Boden undurchlässigwird, so dass er an Nässe leidet und durchkältet ist; was anmehreren Stellen der Gemarkung der Fall ist.
Was die klimatischen Verhältnisse betrifft, so liegt