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Die Regulierung der Elbschiffahrt 1819 - 1821 / von Martin Kriele
Entstehung
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53
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PREUSSEN U. D. DRESI). KEBSCHIFFAHRTS-COMMISSION 53

artikel: Zucker, Kaffee und Wein. 109 ) Diese 3 Artikel zahltenbisher folgenden Elbzoll:

Östurr. Sachsen. Prcussun. Anhalt. Mocklbg. Hunn.Laucubg. Sa.

Zucker:

8 .-.

10.6.

8.8.

1.2.

5.8.

.7.

43.2.

Kaffee:

8..

14.-.

13.9 Vs

8.8.

-.IO. 2/3

2,8.

.7.

48.7*/«

Wein:

4.-.

4.6 V 2

15.6.

5.9

1.4.2/ s

8.9

.7.

40.8 >/,

(die Privatzölle und Nebenabgaben sowie die preussischeDurchfuhrgebühr sind in dieser Berechnung nicht einbe-griffen). Diesen Waaren war bei der Berechnung kein grössererEinfluss auf den Durchschnittssatz eingeräumt worden als,wie das preussische Ministerium sagte, Ingwer, Mandeln,Kacao, Zitronenschalen, Korinthen, Fischbein, Horn, Arsenik,gedörrtes Obst, Waaren, welche ihrer Substanz nach nurin geringen Quantitäten importiert werden konnten. DasKonnte hatte nun die Zollsätze der 40 Artikel, berechnetnach hamburgischem Gewicht und nach Konventionsgeld,addiert und diese Summe durch die Anzahl der zu dieserBerechnung gezogenen Artikel dividiert. Mit dieser Er-mittelung des Durchschnittes konnte aber die preussischeRegierung nicht zufrieden sein. Wenn z. B. in einem Tarifder Zentner Zucker mit 4 Groschen und der Zentner Fisch-bein mit 8 Groschen bisher zu verzollen war und in einemanderen der Zucker mit 8 Groschen und das Fsichbein mit4 Groschen, so ist der Durchschnitt aus diesen beiden Artikelnjedesmal ö Groschen llü ). Von Zucker kann aber vielleichthundertmal mehr importiert werden als von Fischbein. Alsdannwürde im ersten Falle der Zentner Zucker mit 4 Groschen, undder Zentner Fischbein mit 8 Groschen verzollt der Staat,wenn an Zucker 10000 Zentner und an Fischbein 100 Zentnerimportiert würden, eine Einnahme von 1700 Tld. haben, imanderen Falle dagegen bei gleichen Warenmengen 3350 Tld.Der zweite Tarif würde also den Handel noch einmal sohoch belasten als der erste. Diese hohe Belastung waraber zugleich eine grosse Einahme für die Staatskasse unddarauf musste in jedem Falle Rücksicht genommen werden.Ein grösserer Konsum aber ist durch Herabsetzung desZolles ohne weiteres nicht zu erwarten; dabei spielen andere