Jorrede.
Später, als ich gehofft, und umfangreicher, als geplant war, erscheint dieserzweite Teil. Als der erste Ostern 1900 ausgegeben war, wandte ich sosort alle sreieZeit, die mir neben meinen zahlreichen anderen Bcrussgeschästen blieb, aus dieFertigstellung des zweiten. Ein Entwurf für ihn lag aus den Jahren 1895—1897vor, an dem nur die beiden letzten Kapitel fehlten. Das Manuskript umfaßte nichtganz zwei Drittel von dem des ersten Teiles. Daher die Hoffnung, er werde derkleinere bleiben.
Als im Frühjahr 1901 schon die 3000 gedruckten Exemplare des ersten Bandesverkaust waren, und ein unveränderter Neudruck nötig wurde, trat die Befürchtung,die mein Verleger und ich vorher hegten, ein starker Umfang des Grundrisses werdeder Verbreitung bei den Studierenden hinderlich sein, doch mehr zurück. Die neueBearbeitung des nun schon seit Jahren fertigen Manuskripts nötigte zu einer noch-maligen Durchsicht der ganzen Litteratur und zu eiuer fast vollständigen Umarbeitungdes Textes. Die hierfür erforderliche Arbeit nahm viel mehr Zeit in Anspruch, alsich angenommen; erst Ostern 1902 konnte ich die ersten, Februar und März 1904die letzten Kapitel in die Druckerei senden. Zugleich wuchs damit der Umfangerheblich. Besonders geschah dies in den vier wichtigen Gebieten: Kredit undKreditinstitutionen, Arbeit und sociale Institutionen, Klassenkämpfe und Handels-politik; sie machen fast zwei Drittel des Bandes aus. Es sind die Teile unsererWissenschaft, die zugleich in die specielle Volkswirtschaftslehre hineinreichen. Daseinzelne derselben, hauptsächlich die specielle Gesetzgebung, wollte ich auch nichtgeben, aber die allgemeine Entwickelung ans diesen wichtigen Gebieten mußtedeshalb vorgeführt werden, weil ohne die Hauptzüge gerade dieser Entwickelungs-reihen ein Gesamtbild der ungeheuren Umwälzung der volkswirtschaftlichen Organi-sation des 19. Jahrhunderts nicht gegeben werden konnte.
Die benutzte und angeführte Litteratur schließt bei den zuerst gedrucktenKapiteln schon Ende des Jahres 190 l und Anfang 1902 ab; auch bei den spätergedruckten war es nur teilweise möglich, die 1902—1904 neu erschienenen Schriftennoch anzusehen und sie anzuführen. Doch auch von den zuletzt vor dem Druckein die Litteraturverzeichnisse aufgenommenen konnten natürlich nur wenige eineneigentlichen Einfluß auf meine Darstellung ausüben.
Daß ich den Abschluß auch dieses zweiten Teiles erleben durfte, dafür bin ichdem Schicksal fast noch dankbarer, als für den Abschluß des ersten. Denn erst