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Das Faustpfandrecht für Pfandbriefe und die Hypotheken-Banken / von Julius Basch
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die Macht der Verhältnisse, namentlich in Folge der Beunruhigungder Pfandbrief-Inhaber betreffs des Ausfalls zahlreicher Sub-hastationen, gedrängt, in ihren Berichten sich aufgeknöpfter zuzeigen. Wir haben nur mit Schwierigkeit den ungefähren Werthder Grundstücke ermitteln können, welche im Besitz der Gesell-schaften sich befunden haben, und geben das Resultat in folgen-den Zahlen:

In 1000 di incl. der Bankgebäude

Ende 1878

1877

1876

bei den preufsischen Hypotheken-Banken .

IO 200

3 600

2 IOO

bei den norddeutschen Hypotheken-Banken .

8 900

6 300

2 200

bei der elsafs-lothring. Communal-Bank.

900

900

900

bei den sächsischen Hypotheken-banken .

IOO

IOO

IOO

bei den süddeutschen Hypotheken-banken .

3 800

2 200

2 200

bei den Versicherungs-Gesellschaften

5 IOO

3 600

3400

Zusammen 29 000 16 700 10 900

Im Jahre 1879 ist der Werth der von den Banken zur Ver-meidung von Ausfällen und Subhastationen erstandenen Grund-stücke bedeutend gestiegen, bei den preufsischen Hypotheken-Banken allein um rund 14 Millionen Mark. Die Bilanzen dieserGruppe ergeben einen Bestand an Grundstücken zu Ende 1879im Werthe von 245 Millionen Mark, oder auf jede Million Dar-lehen (zusammen 450 Millionen) kommt ein Grundstückswerthvon 53 330 Jl. Bei drei zur norddeutschen Gruppe gehörigenBanken ist das Verhältnis noch viel ungünstiger. Bei der Bremer,der mecklenburgischen Hypotheken - Bank und der DeutschenHypotheken-Bank in Meiningen ergibt sich nämlich ein Werthder übernommenen Grundstücke von 102 470 Jl auf jede Millionder Hypothekenforderungen.

Legen einerseits die oben mitgetheilten Daten Zeugnifs voneiner auffällig raschen und gedeihlichen Entwickelung der Hypo-theken-Banken ab, die doch zum grofsen Theile mit der Aus-dehnung des allgemeinen Verkehrs und dem Wachsen des aufden Verkehrsaufschwung basirten Creditbedürfnisses im Zusammen-hang steht, so bilden andererseits die zuletzt erwähnten Verhält-

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