Druckschrift 
Geschichte der seit dreihundert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst : Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten / [Johann August Barth ; Hr. Geiser ; Hr. Paritius. Johann Ephraim Scheibel [Vorr.]]
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Geschichte der ersten BresL Buchdrackerey.

Von den in Winklers Officin gedruckten Büchern sind folgende bekannt;!538♦ Methoclus Grammatices Donati.

539 ג · Elemento latinae Grammatices Philippi Mdanchfhonis,Syntaxis Melanchthonis cum Prosodia.

Farrago Epistolorum Ciceronis^ Plinic, Longolii et aliorum.!540. Aphthonii Progymnasmata.

Michaelis Verini Hispani Disticha de Moribus.Methoclus Grammatices Donati, editto lI d ׳ K1541. Evangelici Dominicalici in versiculos versa , Auctore Johanne Spangenbergio.

*Divi Aurelii Augustini Soliloquio , in Dei cum cognitionem, turn amor emsaluberrime introducentia, Ludovici Vivis Precationes sclectiores, cum Com-meritorio ad Orationem Dominic Quibus acljectae sunt aliorum non con ׳temnendae meclitationes, 12. 16 Bogen. Am Ende steht : Vratislaviae exOfficina Andr. Vinckleri MDXLL

2Z4I'

2 ״ Gulden. Denn dieweil das Kindlein meiner Tochter gestorben, hat er euch nicht weiteranzusprechen.

Nujic cCtíníttìs servititi tiium in pace etc. etc.,,In pace in ipsuvi dormiam , et requiescam etc. etc.Nudus extractus sum ab vtero matris , nudus eo sub terram. Non habemus hic.,,civitatem permanentem , sed futuram quaerimus : Sufficit mihi Domine , tolle ani-y .rnam meani, neque enim melior sum\ quam patres meiSeciirus moritur , qui seit se morie renasciNec ea mors dici , sed mage vita potest.Ego sum resnrrectio et vita, cpii credit in me vivet ,· nec moritur in aeternuffi.Misericordia Domini piena est terra.

Im Testament setzte er seine zweite Frau',- Namens Anna, eine Tochter MelchiorSeidels, zur Erbin des Mobiliars tmd der Druckerey ein, doch an letzterer solltenzugleich die drei noch unerzogenen Kinder Theil nehmen : und empfiehlt sie dem Ma-gistrat als Obervormund in folgenden Worten :

im günstigen Bedenken, daß ich den lieben Schulen vnd Eurer Herrschaft geliebten Kin,dem vnd andrer Jugend arm und reich, sowohl den Frembden vnd Einheimischen nochüber die 60 Jahre lang treulich, ohne Ruhm geredet, so viel mir nur möglich, vndder liebe Gott verliehen hat, nicht allein in der Schulen mit treulichem Unterricht, son-dem zur hohen Schule vielmal gefördert, vnd also meine sürnehmliche Zeit vnd Alter in'diesem meinem Beruf nach dem Willen Gottes zugebracht."'