Druckschrift 
Geschichte der seit dreihundert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst : Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten / [Johann August Barth ; Hr. Geiser ; Hr. Paritius. Johann Ephraim Scheibel [Vorr.]]
Entstehung
Seite
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c). Die Baiimaníischen Erben. 57

4. Johann Günther ö r er.

Gebürtig von Königssee aus der Greifschaft Schwarzburg in Thüringen ,verwaltete das Factorat v. J. 16Z1 bis 1699, in welchem Jahre er im MonatApril seinen Abschied nahm und in seine Vaterstadt zurückgieng.

5- Johann Jancke.

Gebürtig von Lübben in der Niederlausitz , lernte die Kunst in Frank-furth an der Oder, conditionirte hernach in Wittenberg, Leipzig, Jena, Erfurt ,Breslau, wo er im J. 1663 postuliret, in Biieg und wieder in Frankfurt !! an derOder. Hier heirathete er und ward darauf nach Breslau verschrieben. Den 1.Mai 1699 trat er sein Amt als Factor an, welches er beinahe 19 Jahre ver-waltete und in dieser Druckerey zusammen 26 Jahre in Diensten gewesen. Erstarb den 24. April 171Z.

6. Johann Theophilns Straubel.

Gebühren den 24. Jan. 1677 zu Frankenhausen in Thüringen . Er war von17 IO bis 171Z. Buchdrucker in Öls, woselbst er 1710 die grosse Pest mit über-stand und in dem Hause seines Prinzipals der Einzige war, der mit dem Lebendavonkam, und eben so glücklich der ihm drohenden' Gefahr , lebendig begrabenzu werden, entgieng. Den 24. Apr. 171Z ward er von Frau Maria Albrechtinin seinen Posten als Factor eingeführt und in Gegenwart ihres Sohnes, Gott -lieb Albrecht von Bau ma η η auf Bad ax d ors, des D. Samuel Grass unddes Stadtvogts Zacharias Machnitzky, den Kunstverwandten der Officin vor-gestellet, deren Namen uns Straubel selbst, noch hinterlassen hat. Es waren:Johann Pretel, Christoph Se h lie ben, Christian Friedrich Güntzel,Christoph Sehe er, Heinrich Polack, Johann Schnitze, HeinrichMühlstephan und Johann Jacob Heyer. Straubel verwaltete sein Amtüber 35 Jahre mit vieler Treue und starb nach einer langwierigen, schmerzlichenKrankheit an einer gänzlichen Entkräftung den 6. Mai 1753 über 76 Jahre alt.Sein Leichnam wurde auf dem Kirchhof zu St. Elisabet begraben. Er gehörtezu den thätigsten und redlichsten Factoren der Officin und ward als ein from-mer und treuer Diener seines Herrn ungemein bedauert.

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