i8
und dadurch eine Wohlthat für das Land werden. Kein Arbeiterin Nordengland sei so unwissend, wie diese Staatsmänner, welchedem Verkehr die Preise dictiren wollten, wie zu den Zeiten derEduarde. Warum denn der Minister nicht dasselbe für die Baum-wolle und Wolle versuche?!
Nach mehrtägigen Debatten siegte das Ministerium in beidenHäusern. Peel’s Vorschlag wurde Gesetz. Dafs damit die EntWickelung der Angelegenheit zu keinem eigentlichen Ruhepunktgediehen war, wurde bereits von den verschiedenen Parteienempfunden; es war ein Nothbehelf in einer Krisis. Im englischenHandelsamt (Board of trade) selbst safsen ansehnliche Gegnerder Korngesetze, z. B. der erfahrene langjährige Secretair des-selben, James Deacon Hume , welcher schon im Jahre 1839 voreiner parlamentarischen Untersuchungs-Commission erklärt hatte,die Kornzölle zögen dem Volke jährlich mehr Geld aus denTaschen, als das ganze Jahres-Budget Grofsbritanniens betrage.
Am 8. December 1842 fafste der Gemeinderath der StadtLondon die Resolution: «Dafs die fortwährende und zunehmendeBedrückung der Fabrik-, Handels- und Ackerbau-Interessen unddas weit verbreitete Elend der arbeitenden Classen höchst be-unruhigend sind; die Industrie ohne Absatz, die Handelsmarineohne Fracht, das Capital müfsig, der Handel ohne Gewinn unddie Pächter gegen ein System zu hoher Pachten ankämpfend;Getreidegesetze, welche die Zufuhr der Lebensmittel beschränkenund ein dahinsiechendes Volk mit einem lebhaften Gefühl vonder Ungerechtigkeit der Landesgesetze erfüllen. Darum verlangtdiese Behörde dringend und angelegentlich von dem ersten Mi--nister der Krone, dafs er seine zu Gunsten des Freihandels ab-gegebenen Erklärungen bewahrheite und so bald als möglichMafsregeln einbringe, welche dem Volke die unbeschränkte Zu-fuhr von Nahrungsmitteln sichern und Arbeit verschaffen, umein Elend zu mindern, welches die Sicherheit unserer socialenund politischen Einrichtungen bedroht.» Eine solche Sprache,geführt von der ersten und mächtigsten Municipal-Corporationdes Landes, konnte nicht überhört werden.
Uebrigens bot die Ausführung des Peel’schen Gesetzes, auchabgesehen von dem Princip desselben, noch Schwierigkeiten ge-nug. Dazu gehörte vor allen Dingen die gerechte Ermittelungder Durchschnittspreise. Die bisher hierzu angewandte Methode
(