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Aus der Geschichte der englischen Kornzölle / von H. B. Oppenheim
Entstehung
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den anderen Hafenplätzen des Auslandes, und sehen Sie nicht,dafs die Industrie danach zurückgeht, die Arbeit schlechter be-zahlt und das Brod theurer wird?»

4. W. J. Fox am 25. Jan. 1844 zu Coventgarden (London ).

«Es kann Fälle geben, wo der feste Zoll noch mifs-licher wirkt, als der bewegliche. Was macht Ihr mit Eurem Zollvon 10,8 oder 5 sh, wenn Hungerpreise eintreten? Die Ant-wort lautet: «Dann suspendirt man ihn.» Aber wer hat die Ent-scheidung darüber? Versetzen sie sich in die Lage eines Mi-nisters, der diese Entscheidung treffen soll. Mufs er nach denZeitungen berechnen, wie viele menschlische Wesen schon anEntkräftung gestorben sind? Wie viel Hungertyphus ist erforder-lich, um den Erlafs des Zolls zu rechtfertigen?

Ein fester Zoll ist immer ein Schutzzoll, und was soll be-schützt werden? Der Ackerbau, sagt man; aber welcher Theildesselben? welche Menschenklasser Sagen wir es gerade her-aus und ohne Umschweife, nur der die Rente erhebt und denPachtschilling einstreicht, soll beschützt werden! Schutz fürden Pächter? Aber welcher Pächter hätte jemals davon Vortheilgezogen! Für den ländlichen Arbeiter! O, den habt Ihr be-schützt, bis ihm die Kleider in Fetzen am Leibe hingen, bisseine Hütte zusammenfiel, und seine P'amilie aus Mangel an Klei-dung der Kirche fern bleiben mufste.»-Und welches beson-

dere Recht hat der Rentenbesitzer, um auf Kosten des Gemein-wesens beschützt zu werden?»

5. James Wilson, am 14. Mai 1844 (zu London) .

«Es wird uns oft ein scheinbarer Widerspruch in unserenBehauptungen vorgeworfen, und dieser Vorwurf in und aufserden Kammern so oft wiederholt, dafs ich ihn näher ins Augefassen mufs. Unsere angebliche Inconsequenz soll wesentlichdarin bestehen, dafs wir, wenn wir zu der Fabrik- und Handels-Bevölkerung sprechen, die Korngesetze als verderblich darstellen,weil sie dem Consumenten das Brod vertheuern; während wirder ländlichen Bevölkerung vorstellen, dafs die Handelsfreiheitihre Interessen nicht schädigen wird, in Bezug auf die wirklichenPreise und noch, weniger in Bezug auf die relativen Preise. Ichgebe zu, dafs diese Behauptungen sich zu widersprechen scheinen,