der Drucker bezeichnet werden soll. Eben dieses letzte Blatt fehlte unsermExemplare und wurde nach einem anderen ergänzt.
Heller sagt in seiner Geschichte der Holzschneidekunst x. 378. von derChiromantie des Hartlieb: Exemplare sind: „zwei zu Wolfenbüttel , welcheaber beide dcfeet sind; in der Lord speneerischcn Bibliothek, dieses wurdefür 100 Guincen gekauft, und es ist dasselbe Eremplar, welches sich imAnfange dieses Jahrhunderts noch in der Wiener Hofbibliothek befand.Spencer soll es einem französisch. Stabsoffizier abgekauft haben. In derRegcnsburgcr Stadtbibliothek war noch 178-Z eines. Schaffer Panzer zuNürnberg besaß Fragmente. In der Münchner Bibliothek war eines; eswurde von dem franz. Regicrungscommissär Ncveu weggenommen. Einanderes Eremplar ohne den Namen Jörg Scharff befand sich früherin dem Kloster Tegernsce. Ein gleiches ist in der Stadtbibliothek zuMemmingen , und in der gräflich Windhagischen."
Das Eremplar der hiesigen Bibliothek ist jenes, welches Heller alsin Memmingen befindlich bezeichnet. Es wurde durch Tausch im Jahre1821 erworben.
Uebrigens kann es keinem Zweifel mehr unterliegen, daß die Jahreszahl1448 nur die Zeit der Uebersetzung, nicht die des Druckes angiebt. DerHauptbeweis dafür liegt vor Allem in dem Umstände, daß jedes Blattschon auf beiden Seiten mit der Presse gedruckt ist. Auch muß derschone Holzschnitt auf dem ersten Blatte einer Zeit vindizirt werden, inwelcher die Formschneidekunst schon bedeutende Fortschritte gemacht hat.
Ich stimme daher unbedingt Ebert bei, welcher annimmt, daß fraglicheXylographie nicht vor dem Jahre 1472 herauskam
Ob der zweite von den oben erwähnten alten Drucken aus einerAugsburger Offizin hervorgegangen ist, wage ich nicht zu bestimmen. DieTypen haben jedoch viel Aehnlichkeit mit den Anton Sorgischen ^>Jedenfalls ist das Werk eine Seltenheit, die um so mehr eine genauereBeschreibung verdient, als sie bis jetzt gar nicht gekannt zu seyn scheint.Besonders wichtig aber ist sie durch ihre Holzschnitte. Es besteht nämlichdas Ganze aus 46 Tafeln, von welchen jede in einer Höhe von 10 Zollund einer Breite von 6 Zoll 9 Linien mehrere Abbildungen mit quadrirten
*) Man vergleiche außer Ebert a. a. O. auch von Murr's Journal zur KunstgeschichteII. p. 108 u. f. und wegen des Druckers Scharff von Stettens Kunst-, Gewerbs- undHandwerksgeschichre p. 31 u. 369.
**) Ueber den hiesigen Buchdrucker Anton Sorg siehe unten p.
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