war, der durch solche Beigaben seine Werke zierte, kann ich nicht entscheiden.Was übrigens am meisten Anerkennung verdient, ist die Reinheit undGleichheit der Typen, sowie das ausgezeichnet schöne Papier, ans welchesseine Bücher gedruckt sind. Schon die ersten Erzeugnisse seiner Pressemachen sich durch diese Vorzüge bemerkbar. Sie gehören deßhalb mit zudem Besten, was die neue Kunst in den ersten Zeiten hervorbrachte.
An dem Faesimile der Zainer'schen Lettern, welches Zapf lieferte,lassen sich freilich die gerühmten Eigenschaften nicht erkennen, ich darf abernach einer genauen Begleichung derselben mit den in unserer Bibliothekbefindlichen Zainer'schen Inkunabeln versichern, daß jene Nachbildungdurchaus untreu ist; besser sind die Proben in ^«eilil. S^tt^n» nvM«HiskvT'ieo-AUe/'tt/'itt pm« I.
Zainer hat ferner das Verdienst, zuerst in Deutschland lateinischeTypen angewendet zu haben. Sie sind so schön, daß sie den trefflichenFormen der ältesten italienischen Pressen kaum nachstehen.
Das Todesjahr Zainers ist nicht bekannt. Da aber sein Name nochin den Steuerregistern von 1473 vorkommt, so kann er wenigstens vordiesem Jahre nicht gestorben seyn.
Folgende Zainer'sche Druckwerke werden in der hiesigen Bibliothekaufbewahrt:
1.
Mst?it<M'oK6.s vit«6 DvMini nos^i ^ss« tS/'istz. Am Ende:
/M/l/'eSSllM 65t Ho« /IT'KeseNS 0M5tM^M itt ttAFtt.?ttt z?«?*
AöMe/' »'öeMnFen im Z/^AS Mtt^cii ^tnnvoetsvo (12. März 1468).
Goth. r^ol. Ohne Sign., Kustod. und Seitenzahlen. 71 Blätter mit35 Zeilen. Die Jnitialien sind roth eingemalt.
^.uKK. 1984. Zapf I, 3.
Dieses ist das erste Buch, welches aus Günther Zainers Pressehervorging und überhaupt der erste Druck, mit ausdrücklicher Angabedes Ortes, Jahres und Druckers, den Augsburg aufzuweisen hat.
2.
KttMMK Mtt^is^i ^o^ömnis lös s^'ett^» A«Mb6^6».?i.?.
Am Ende. Fem't ^'öe^tts t^'v/KK eec^ss/ö s«e/°ttM6nttt. nnme/'t)
*) ek. dessen Buchdruckergeschichte 1^ p. 8.
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