Den knaben warben sy ansehenIn Heimlichkeit sy wurden jehen.wie will das kindt so gar seinenVater ansiczen.
Mit sonnen und mit wiczenvon gestalt haut und har.Geleicht es seinem vater zwarEs fürt die gespilen an ein ort.Da es niemant HortUnd fraget sy der merewie den fachen wäreOder wie den sachen möcht seinsy sprach lieber junckherr meinDer euch zeucht on argelistDer euer rechter vater ist ic.
Das Gedicht wird Rudolr-H von Ems, der es einem französischen Muster nachgebildet haben soll, zugeschrieben. Das vorliegende Buchliefert es in einer sehr abgekürzten Ueberarbeitung; diese scheint bisjetzt nicht bekannt zu seyn, wenigstens finde ich sie nirgend angeführt.Der Abdruck, den Oberlin in Bragur IV. Bd. 1. Abth. x. 132 vonder easselisch. Handschrift mittheilt, weicht von ihrem Texte ganz ab.
27.
Leben des Herzogs Leopold und seines Sohnes Wilhalmvon Oesterreich. Am Anfange: Hie hebet sich an eine schönekurezweilige histori zelesen von Herezog Leuppold unnseinensun Wilhalm von Oesterreich wie die ir leben volendet haben,und wie vil herczog Wilhalm erlitten hat. Der Schluß fehlt.
Goth. I^ol. Unser unvollständiges Eremplar zählt nur 59 Blättermit vielen Holzschnitten. Sign., aber ohne Seitenzahlen.
^UKK. 1963.
Diese Ausgabe scheint im Jahr 1491 gedruckt worden zu seyn; sieist jedenfalls jünger, als die, welche Ebert I, x. 981. beschreibt.
28.
JoceKtin'o. Cento Novelle. Das seind die hundert neuenfabclcn oder Historien so die gesaget seind worden zu einerPestilenczischen zciten. Am Schlüsse: Getruckt und vollendetin der keyscrlichen stat Augspurg von Anthonio Sorg :e.Nach crifti geburt Tausend vierhundert und in demneunezigosten Jar.
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