im weit verbreiteten Austauschformat Dublin Core auf dem eigenen Rechnerabgespeichert werden. Zwei weitere Funktionen der BDSL-Online, die das Prin-zip der Interoperabilität verdeutlichen, resultieren aus einem wichtigen Anfor-derungsprofil, das berechtigterweise an internetgestützte Datenbankangebotegestellt wird.Mehrere Systeme sind interoperabel, wenn sie miteinander>kommunizieren<,d. h. Informationen austauschen und somit den Nutzer bei der Literatursucheund-beschaffung so effizient wie nachhaltig unterstützen. Im Fall derbibliographischen Recherche, die in den Geisteswissenschaften zum täglichenGeschäft gehört, sucht der Nutzer in der Regel nach Publikationen, die ihm alsBasis seiner eigenen Arbeit dienen. Der Recherche folgt die Beschaffung dergewünschten Quellen, der stets noch eine Verfügbarkeitsprüfung vorausgeht.Machte dies zu analogen Zeiten noch die Konsultation des lokalen Bibliotheks-bzw. der überregionalen Standortkataloge erforderlich, können solcheSuchanfragen heute verlust- und verzugsfrei von einem System an ein anderesweitergeleitet werden. Die BDSL-Online integriert zu diesem Zweck sog.>Linkingservices<, die dem Nutzer in seiner gewohnten Arbeitsumgebung zumeinen per OpenURL den unmittelbaren, standortabhängigen Zugang auf seinenlokalen Online Public Access Catalogue(OPAC) ermöglichen, der Auskunftüber die momentane Verfügbarkeit des gesuchten Titels gibt. Zum anderengewährleistet dieselbe Schnittstelle die parallele Recherche nach lizenziertenund freien elektronischen Volltexten der gesuchten Dokumente im Web bzw.adressiert verschiedene Internet-Buchhandlungen, über die sich das Werkkäuflich erwerben lässt.Über diese konkreten Standortinformationen und Beschaffungsfunktionenhinaus stellen die Linkingservices sicher, dass der Nutzer nicht permanentzwischen unterschiedlichen Internetangeboten wechseln und Rechercheanfragenunter Umständen mehrfach wiederholen muss. Die Vorstellung, Literatur-recherche und-beschaffung redundanzfrei in einer Arbeitsumgebung zubündeln, mündet in der Idee, ein Maximum von Datenbanken in einem Interfacezusammenzufassen, über das sich alle für das eigene Fachgebiet und For-schungsinteresse einschlägigen Angebote individuell konfigurieren und an-steuern lassen. Das Online-Modul»Visual Library.NET«, das zu diesem Zweckentwickelt wurde, setzt an diesem Punkt an und vereinigt als Rechercheportalinsgesamt ca. 400 in- und ausländische Allgemein- und Fach-datenbanken, dieüber eine einheitliche Benutzeroberfläche adressiert werden können.8Informa-8Vgl. www.visuallibrary.net Neben allgemein ausgerichteten Datenbanken, Katalogen vonInternetbuchhandlungen, Lexika und Suchmaschinen sowie den Katalogen nationaler undinternationaler Bibliotheksverbünde, Universitätsbibliotheken, FH-Bibliotheken undSpezialbibliotheken sind freie und lizenzpflichtige Angebote zu folgenden Fach- undForschungsschwerpunkten in der Visual Library recherchierbar: Geschichte; Länder&Kulturen; Literatur& Sprache; Medien& Kommunikation; Musik, Kunst& Theater;Naturwissenschaft& Technik; Medizin& Pharmazie; Pädagogik& Psychologie;172
Aufsatz in einem Sammelwerk
Digitalisierungsprojekte, Datenbankportale und Literaturmanagement in den Geisteswissenschaften : Anforderungsprofile – Softwarelösungen – Realisation
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