Aufsatz in einem Sammelwerk 
Digitalisierungsprojekte, Datenbankportale und Literaturmanagement in den Geisteswissenschaften : Anforderungsprofile – Softwarelösungen – Realisation
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der»Image Library« katalogisiert oder vorzugsweise über eine Schnittstelleautomatisch importiert hat. Im Anschluss an diese Schritte können dieGraphiken mittels eines OCR-Moduls in Volltexte umgewandelt und redak-tionell bearbeitet werden, um das erschlossene Material dann per Mausklick inForm von dynamisch generierten Webseiten im Internetportal zur Verfügung zustellen.***An die Ausführungen zu den Technologien, die in institutionellen Großprojektensehr erfolgreich eingesetzt werden, knüpft sich die Frage an, welche AufgabenDatenbanken für Geisteswissenschaftler im privaten Anwendungsbereich über-nehmen können? Die Fortschritte, die im Großen verzeichnet werden, strahlenallmählich auf diesen Entwicklungssektor aus und bieten dem Privatanwender inForm von Desktop-Lösungen zunehmend mehr Möglichkeiten, sein wichtigstesGut zu schützen ­ Zeit. Darüber hinaus wird er in die Lage versetzt, sich denGrundlagen seiner Fachdisziplin wie auch der Erschließung neuer Forschungs-erträge umfassender, strukturierter, ökonomischer und flächendeckender zuwidmen, als dies ausschließlich mit Hilfe traditioneller Medien realisierbar war.Dabei ist der Stellenwert, den die>Neuen Medien< und ihre Entwicklungswerk-zeuge im vergangenen Jahrzehnt gewonnen haben, zweifellos dem Quanten-sprung gleichzustellen, den in den Geistwissenschaften zuletzt Gutenbergs Er-findung des Buchdrucks auslöste.Die>Elektronische Datenverarbeitung< galt in den Geisteswissenschaften langeals ureigenstes Ressort technisch interessierter Forscher und gelangte ohneMithilfe versierter Informatiker selten zum Einsatz. Mit dem Personal Computerbegann der Rückzug der Schreibmaschine vom Arbeitsplatz des Geisteswissen-schaftlers, aber die ersten Entwicklungsgenerationen der Textverarbeitungspro-gramme revolutionierten die althergebrachten Arbeits- und Publikationsweisennoch nicht im Kern. Dies geschieht erst, seitdem leistungsstarke, erschwinglicheLiteraturmanagementsysteme eingeführt wurden, welche ­ in Kombination mitden Informationsangeboten im Internet ­ grundsätzlich neue Wege derfachwissenschaftlichen Produktions- und Publikationsmethoden eröffnen. ImProduktionsstadium basieren diese modernen Technologien dennoch weiterhinauf den klassischen rhetorices partes und berücksichtigen damit dieinternalisierten, humanistischen Arbeitsmethoden, um deren konkrete Um-setzung mit Hilfe von datenbankgestützten Anwendungen einschneidend undumfassend zu optimieren.Hier setzt das Literaturmanagementsystem»Visual Composer.NET« an, das aufderselben technischen Plattform aufsetzt wie dessen auf Digitalisierungsprojektespezialisiertes Derivat, die»Image Library«:12Die Datenbank dieserLiteraturverwaltung enthält mit bibliographischen Metadaten, ihnen zuge-12Zu näheren Informationen vgl. http://www.visualcomposer.net.177