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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
Entstehung
Seite
139
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des Geistes 7. Hauptstück. i?9

Steine / Pflantzen und Thieren / der aus desSchöpffers freyen Willen dey der Schöpssungdas GebvtvonGOtt bekommen hat/ allerhandCörpcrzuformiren/einen ieden nach seincrArt/und indenenselben hernach unterschiedene Wür-ckungen nachdem ihm vonGOttgesetzten Maaß/Ziel und Gewicht zu verrichten.

Hi. 28. Daß also der Geist dißfalls nichtsvondermareris leidet/wenn er gleich nicht allesiniedermarene ausrichten kan/ sowenig als dieKraA eines Menschen etwas leidet/wenn er kei-ne Drcchsclbanck hat/ sondern wenn der Geisthiebey etwas litte/ so rührte das Leiden von GOt-tes Ordnung her / daß er ans den Saamen einerMmitze kein Thier/und aus den Saamen einesHaastn keinen Löwen machen dörffte/ wenn ergleich konte oderwolte.

1"K, 29. Also ist nun nach obiger Ausle-gung ein Geist der in Steinen ist/auch in Pflan-tzen und Thieren / nur daß derselbige eine Geistunterschiedene Grade der Mischung von Wär-me und Kalte nach Ordnung des Schvpffersbesitzet / und also nicht von unterschiedenen We-sen / sondern nur von unterschiedenen Gradenist«)

Hl. zo. Wcmnenhero auch vielmehr fol-get/ daß der Geist / der m einer Pstantze z. E.des Jsops ist/ nicht von dem Geist der andernPflantze z. E. der Cedern/ und der Geist in ei-nem

s)c->x.5.t!i.ZS. 40.