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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
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166
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!66 Versuch von demWesen

wir doch seine Endigkeit und Gräntzen vermit-telstunserer Augen. ^

l'K. uz. Jedoch sehen wir die Gräntzendes unsichtbaren Geistes der einzigen Sonnenicht / ja wir begriffen auch nick)t vermittelst un-sers Verstandes/ wo sich die Gräntzen diesesGeistes endigen / ob wir gleich begreiffen/ daßder Geist der Sonnen seine Gräntzen habenmüsse. Denn es ist wieder die Natur/ daß einendiger Cörper naturlicher Weise einen unend-lichen Geist haben könne.

114. Indessen empfinden wir war-hafftig und wesentlich den Geist der Sonnenvermittelst der Sonnen-Strahlen/ und lernenalso/daß der Geist eines Cörpers wesentlich undwarhafftig einen Raum erfüllen könne / obgleichder Cörper aus welchen der Geist würcket/ vielhundert Meilen davon entfernetist.K)

l'n. ns. Eine gleiche Bewandnüß hat esmit dem unsichtbaren Lufft-Geist/ der in derErden seinen Wohn - Platz hat / und dieselbeetliche Meilen / wiewohl nicht so viel/ als derSonnen-Geist'umgiebet.

116. Hieraus wird nicht ohne Urjachgeschlossen/daß auch der Geist <ines jeden in-dischen Corpers einen grossen Raum ausser dem-selbigen Cörper erfüllen und davon ausdunstenkönne.

117. Und weil ein Geist tubriler ist

als der andre/ so kan auch leicht geschehen / daß

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