der Buchdruckerkunst. 7
auf die neu erfundene Bnchdruckerey. Bernard lind seme Söhne Domiiueo undPl'etl'0 waren wirklich die ersten Buchdrucker in Florenz ; und ihr erstes Werk, wo-mit sie sich viele Ehre erwarben, waren Vir^-i c>^e.rg, mit dem L»inlneiit!>rio deswobey sonderlich Pietro sich durch die accurate Correctur sehr verdient mach-te; dieß Werk kam, nach der Vorrede, 1471, oder, nach dein Schlüsse, 1472 heraus.
Das andere Werk aber, das Leben der heiligen Karhcm'ne von Siena , istgar nicht aus ihrer Werkstätte, und erst 1477 durch die P.P.Dominico de Pistoia und Pietl'0 de Pl'sa, Prediger-Ordens, aus der Klosterdrnckerey des heil. Jakobsvon Nipoli Zu Florenz hervor gekommen ^). Die Unterschrift hinter der Vorrededieses Werkes scheint den ganzen Irrthum dieser Meynung des Dom. Manni durcheine falsche Erklärung hervor gebracht Zu haben. Sie heißt: t'Ioremiae VII. läusUoveinbns ^4LLLOI>XXI ^e>-?za^^^ L'cttzn'^ll^ ^mitex omnium juciieio zzrgL-I^gntillimus, et /)oMtt!icll/ ejus o^l-eAae in6oli8 aclolescens, 5a//^e
^e/?z^e^e^i/ vvlumen Iioc im^rellerunt. /'tV?
(7eK??/?n// Lerngrcli ejusclem iiljux Quanta ^Zotuit cura et cliliZentia omenclavit: utcernis«?/ e/?. ?lln Ende des Werkes steht nach einerWiederholung der ersten Worte, und einer Erzählung dessen, was Petrnö dabeygethan habe: ^dsolutum opus I^onis v^odns. ^. LLLL. I.XXII. Kei-ne Unterschrift der ersten Buchdrucker beschreibt so offen und so ordentlich die Wegeder Kunst, als diese: durch stählerne, vorher eingeschlagene und hernach gegos-sene Buchstaben gedruckt °); und besser, als die Unterschrift des Catholikons zuMainz von 1460, mirs ^ati-onai'um formsrumcme concorc^s, xro^aitione moäulo imxiellu« atc^ne colifecüux; und wer weis, was die Worte xn'nium und k'Io-rentinis inZenüs nil aräui elt, bey ihin für eine Deutung gelitten haben kann, daes nach der Meynung des CenntNl unfehlbar nichts anders hat anzeigen sollen, alsdaß die Florentiner die Eefchicklichkeit haben, die Künste so gut zu erforschen, alsanders, und daß dieß die erste Probe davon sey? Es ist aber wohl möglich und
wahr-
rlbuü nichts, als allein die in Stahl geschnitteneStempel bezeichnen wollen : so ist es wohl zwey-deutig, aber immer deutlicher, als alle cmdcredergleichen Anzeigen der neuen Kunst, welchealle Verfasser der damaligen Unterschriften ingroße Verlegenheit setzten, mit lateinischen Aus-drücken die Beschäftigung einer Kunst anzu-deuten, welche die Römer nicht besessen, undalso auch keine Redensarten für solche erfundenhatten, und wodurch in diesen ersten Zeiten dieneue Kunst auch nicht so platt verrathen wer-den möchte.
6) Nsittiurs in ^nnsl. I'om. I. Täit. nov.
?. z?y führt die ganze Unterschrift dieses Werks
KN. I^e^snäs 6ella mirsbile vereine LeataLllstsrina äe Liens, iuora Zella xenitentw 6iLanto Oomeniclio: >^nno äomini müls'czusttroceto tsttsnts iette »6äi venti «zusttro äi rnsr^oe Kst» Iexen6s inprontsts in tirsn^s sl moni-sierrio <Zi ssnto iscobo ilripoli äell orZins 6sfrsti preclicatori, per msno <ii <lua rslixion 5rs-ts Oomenico äa ?iüoia et irste ?iero äsDeo Trstizs. 4W.
e) Kszittüire in Hnnsl. ?om. II. L6it. nov.?. ZZV. Sollte dieß exxrelüs Ällts cslids csrAÜs.