Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

Nachahmen. Nachthun. Nachmachen. 5

Ucberdem, da das Hauptwort Glückseligkeit, alle«zeitmehr anzeiget, als das Hauptwort Glück, indemdieses etwas Gutes bedeutet, was uns von außen, durcheinen Zufall, oder Verknüpfung gewißer Umstände wie-derfährt; Jenes hingegen, die höchste Wohlfahrt derenman unter gewißen Umständen fähig ist, oder den wirk-lichen Genuß eines Guten anzeiget, wodurch unfcr Wohl-stand befördert, und unser Herz vergnüget wird, soscheinet es, per Analogie gemäß zu seyn, die Beiwörterglücklich und glückselig, auf gleiche Weise zu unter-scheiden. Das erste zeiget mehr etwas zufälliges an,das zweite so etwas, welches an sich und seiner Naturnach, unsere Wohlfahrt befördert.

z. Nachahmen, tlachthun.Nachmachen,

5V>achahmen siehet mehr auf die Art und Weise.

Nachrhun auf die Handlung selbst. Nachma-?chen auf gewisse Dinge, welch? hervorgebracht oder ver-fertiget werden.

Wenn man auf die eigentliche Bedeutung der bei.den Stammwörter, thun und machen Acht hat, so wirdman auch die eigentliche Bedeutung der zusammengeseß-ten Wörter, nachthun und nachmachen, leicht tref-fen können.

Einem nachahmen, heißt sich auf eben die Art undWeife zu betragen und zu verhalten suchen wie er sich ver-halt. Dieser Dichter ahmet die Schreibart des Ho-mers, nach, will fi> viel sagen: Er beobachtet genau, dieArt und Weise seiner Schreibart, und bemühet sich ebenso zu schreiben. Man nennet eine Nachahmung des,Cicero, des Julius Cäsar , der Aesopischen Fabeln:c.dasjenige worin die Art und Weise der Schreibart unddes Vertrags dieser Männer genau beobachtet wird. Der

A 3 lehr.