Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

Lohn. Belohnung. Gebur. Lohnen. Belohnen, zi

so viel desto mehr Achtung erworben, je mehr man eingese«hen, daß sie in unzahlichen Dingen ihren Nutzen hat.

-6. Lohn. Belohnung. Gebür.Lohnen. Belohnen.

an nennet den Lohn, dasjenige, was jemand ver-dient hat, und was man ihm zu geben schuldig ist.Belohnung dasjenige, was man ihm a»6 freiem Willen,für geleistete Dienste oder für ein Wohlverhalten schenket.

Ein Arbeiter verdienet feinen Lohn. Ein fleißigerSchüler bekommt eine Belohnung. In Engelland hatman sich genöthiget gesehen, der Schiffe« Lohn zu erhö.hen. Daö Parlament hat zwanzigtausend Pfund Ster-ling, zur Belohnung für denjenigen ausgesetzt, welcherden nordwestlichen Weg nach Indien durch Hudsons Meer-busen finden wird.

Der Lohn wird als etwas verdientes betrachtet, undman nennet daher, auch die Strafe, welche eine böfeHandlung verdienet, den Lohn derselben. Man kannsagen: Dieser Mensch bekam den Lohn seiner Verrathe-rei. Es ward ihm der Lohn für so viel Böses gegeben,und dergleichen.

Die Belohnung ist eigentlich noch etwas mehr, alswas man verdienet, und wird nur guten Handlungen ge«geben, oder zum wenigsten solchen, welche wir als gut an-sehen. Wenn wir mit einem Arbeiter zufrieden sind, sokönnen wir ihm über seinen verdienten Lohn, noch eineBelohnung geben. Der Anführer einer Diebesbande,gibt demjenigen eine Belohnung, welcher einen beson-dern Streich hat ausgeführet, aber er siehet solches auch,als etwas Gutes an, in Absicht auf seinen besonderenNutzen.

Im Fall die Belohnung, als etwas verdientes be-trachtet wird, so geschiehet solches nur in Absicht auf einvorhergegangenes Versprechen, weil jemand die Bedin-gung