Wörter. Worte. z?
versteckte Dinge, versteckte Wahrheiten, diejenigen,welche man vorfehlicher Weis?, mit erwas anderes gleichsambedecket, damit sie nicht sogleich gesehen werden, und in dieAugen fallen. Der Metaphysikus suchet verborgeneWahrheiten zu erforschen; der Dichter verstecket dieWahrheit unter eine Fabel.
Noch ein anderer Unterschied zwisthen diesen Wörtern,bestehet darin, daß in solchen Fällen, wo man beides ver-stecken und verbergen gebrauchen lönnrc, das erste mehrder gemeinen, der zweite hingegen mehr der erhabenenSprechart eigen ist.
Verhehlen kommt her von dem alten Vcrbc, Heh.len, welches aber jcht nicht mehr gebrauchet wird, da eSvon seinem cnmj)otnn vn drenget worden. Man verheh-let dasjenige, was nicht bekannt werden soll. Du hast mirdie Wahrheit verhehlet, das ist, dn hast sie mir, nichtbekannt gemacht. Die gestohlenen Sachen verhehlen,heißt, sie verschweigen, damit der Diebstahl nicht bekanntwerde. Seine Sünden verhehlen, heißt, sie nicht be-kennen , oder bekannt machen wollen.
Ierem. 16, ,7. stehet dieses Wort zurückkehrend, (alsein reciprocum) steh verhehlen, es ist aber jctzo nichtmehr als ein zurückkehrendes Zeitwort gebrauchlich.
Verkriechen drücket ebenfalls, ein Verbergen oderVerstecken aus, es führet aber zugleich den Begriff einergrossen Furcht mit sich, und scheinet hergenommen zu seynvon den wilden Thieren, welche aus Furcht, in ihre Höhlenkriechen. Die Israeliten verkrochen sich, in Höhlen,Klüften und Felsen, vor den Philistern. 1 Sam. iz, 6.
19. Wörter. Worte.
A>on beiden ist die Einfache Zahl ein N)c»rt, und essind viele, welche dafür halten, ein lVort habe nurdie mehrere Zahl doppelt, so, daß man beides lVorreund lVörter, in einerlei Verstände brauchen könne.
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