4? Alt. Veraltet. Altvaterisch. Alterthum.
Leibe all werden. Bilde und BilSer. z.Chron.4.v. z, Vchsen,bilve. Cap. 28. v. 2. gegossene Dilve, Thals und Thaler. He-ftk. ?6. v. 4. Zu den Bächen und Thälern, v.;. Zu den Bächmund Thaten.
Mit der Zeit würd bei vielen Wörtern, der alte Plural in «von dem neuern in er vervräsiget, und es blieben im Hochdeut-schen nur wenig Wörter, in weichen man beide gebrauchte , wie-wohl man keinen Unterschied machte, sondern sie als vollkommengleichbedeutend ansähe, und sich zuweilen des einen, zuweilen des«ndern bediente. Endlich ging man noch weiter, und fing an, denzwiefachen Plural, auch in zwiefacher Bedeutung zu brauchen,man machte einen Unterschied, zwischen U?orte und U?6rler,BanS?, Bänder, und LänSe, Gesichte und Gesichter, unddcrgl. welcher jetzt, wenigstens in einigen Wörtern, von allen gy«ten Schriftstellern beobachtet wird.
20. Alt. veraltet. Altvaterisch,Alterthum.
Atlt beziehet sich auf die Zeit. Veraltet, auf den Ge-^ brauch. Altvaterisch auf den Geschmack und dieLebensart. Alterthum auf die Sachen.
Was schon viele Jahre währet, imgleichen was nichtmehr neu oder jung ist, nennen wir alt. Was nicht mehrgebraucht werden kann, ist veraltet. Was nickt nach demheutigen Geschmack ist, und mit der jetzigen Lebensart nichtüberein kommt, ist altvaterisch. Dinge, die aus denalten Zeiten her noch übrig sind, sind Alterthümer.
Ein Mann, welcher schon viele Jahre gelebt hat, istein alter Mann. Ein Thaler, der schon vor mehr als ei-.uem Jahrhundert geschlagen worden, ist ein alter Thaler,Ein Pferd, so die Jahre, da es in seiner völligen Kraftist, schon zurück geleget hat, ist ein altes Pferd.
Ein Kleid, welches abgenutzet ist, und nicht mehr ge-braucht werden kann, ist veraltet. Auf der ganzen Reifeder Ifraeliten, waren ihre Schuhe nicht veraltet. EinHaus, welches noch nach der Gothischen Art gebauet ist,ist altvaterisch. Pie Verzierungen in einem Gemach,
welche