Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

48 Finster. Dunkel. Dllstee oder Düster.

doch ganz wohl dunkel dafür hätten setzen können. Hal-ter schreibt:

Wie bei der Fackeln düstern BrandUnd jedes Glas scheint ein Demant,

-Hall. GeO. Z-. S.

Bodnier im verlohrnen Paradies 71S. lVmndie düsteren lVolken von den Gipfeln der2?ergc aufsteigen.

Hr. Denis hat esinderUebcrseyungdesGßian,bei nahe aus allen Blattern, z. B. 194 ^7>.

Langsam steiget vom See der düstere Nebel.S.58. düster umwölket. 20; S Ein düsterer Schatten.

In einem uneigentlichen Verstände, braucht esN)icland> in der Uebersetzung der theatralischenN)erke des Schakespcar 4 Th. 55 S. daß ihr mirsaget,-rvarmn ihr so düster seyd. Imgleichen im

Merkur) Gesch. des philos. Daiuschmendei6Cap. Wie soll es zugehen, wenn dis Elend sie nichtvielmehr elend, düster, undankbar machte? Undwiederum Denis im Oßian: .

Sänger! du sage dem düsteren Sohne von

Semo. 28SAuf düsteren Betten des Todes. ?z S. u. a, m.

Warum sollte eS in allen diesen Stellen, eine schlech-te Figur, odereinen unangenehmen Eindruck, auf einHochdeutsches Ohr machen? Der Gebrauch bey gutenSchriftstellern, in der edlen Schreibart, adelt die Wör-ter, also kann man dieses > wol nicht in die niedrigeSprechart herunter setzen.

In der Bibelübersetzung ist es ebenfalls gebraucht,z. B. Ief. 59, v. io. Wir sind im düstern wie die Tod-ten, und das abgeleitete verdüstert i Tim. 6, v. 4. derist verdüstert und weiß nichts. Und man wird beimehreren Schriftstellern finden, daß sie sagen: Eine dü-stere Wolke > > düstere Nacht > düsterer Wald, unddergleichen- Selbst