Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
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Belohnen. Vergelten. 49

Selbst in den Niedersachsischen sind beide Wörterdüster und dunkel gebräuchlich. So finde ich in dempaßional von 1487 a. d. 184 Vl. ?tlse nu dak Lichrgeseht in dar du stere. Und i8yBl. dedösen Ghe-ste de de hyr sye in deine bunkere n. Imgleichenin der Niedersachsischen Bibel 1 Sam. z, v. 2. SyneDgen höven an d ll n k c r to werden.

2z. Belohnen. Vergelten.

ur alödenn, wenn das Wort Vergelten in einemguten Sinn gebraucht wird, kommteSmitZ5cloh-nen einigermassen überein. Man sigt, das Gute be-lohnen, und auch, das Gute vergelten. Vergeltenober, schließt allezeit den Begrif, einer gewissen Ueber,einstimmung und Gleichheit in sich, zwischen den Dien-sten, welche uns geleistet werden, und demjenigen, waswir dafür wieder thun: Da man hingegen auch ohne Ab-sicht auf dergleichen Uebereinstimmung, crwas belohnenkann. Ich weis nicht, wie ich ihm das wieder vergel-ten soll, will so viel sagen: Ich weis nicht, wie ichchmdafür eben so viel Gutes wieder thun soll.

Sonsten ist das Wort vergelten allgemein, undbeziehet sich sowol auf gute als auf böse Handlungen.Gott vergilt Gutes und Böses, nachdem es der Menschverdienet hat. Man sagt in einem guten SinnSoward ihm seine Treue vergolten: Und in einem bösenSinn: So wavd ihm alles das Unrecht vergolten, waser gethan hatte. In beiden, ist allemal der Begrif, ei-ner gewissen Uebereinstimmung, zwischen dem, was mangethan hat, und dem, was man dafür empfangt. Richt.1, 7. Wie ich gethan habe, hat mir Gott wieder ver?gölten. Hiob z?, v. 6. Gott wird dem Menschen nachseiner Gerechtigkeit vergelten. Cap. Z4, v.n. Er ver?gilt dem Menschen nachdem er verdienet hat.

Srosch l. Th. D 24. Lohn.