Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Loh». Lohmmg. Sold. Besoldung. Gehalt. 51

hundert Thaler. Der Reichsfeldmarfchall hat noch soviel rückständige Besoldung zu fodern.

Ueberhaupt bedienet man sich des Wortes Besol»düng, wenn man von öffentlichen Aemtern, und Eh-renbedienungcn redet. Z. B. Bei diefem Amte ist fo vielBesoldung. Er hat eine einträgliche Besoldung.Die Besoldung ist gar zu schlecht, uud dergl.

Bei den Alten, würd das Wort Sold, häusigerund in einem wcitlauftigeren Sinn gebraucht, für einenHohn oder auch für dasjenige, was jemanden für eine ge-habte Mühe oder Arbeit gegeben wird. So sagt Pau-lus , er habe Sold genommen 2Cor.1l, v. 8. Der Todist der Sünden Gold heißt es Rom. 6, v. 2z. Jetztaber ist es in solchem Verstände nicht mehr fo gewöhnlich,wicwol es in manchen Fällen nicht unrecht seyn mochte,dieses Wort in einer feyerlichen Bedeutitng zu nehmen.Man konnte hiebei fragen, ob das Wort Goldar vonSold, oder dieses von jenem herkomme. Das letztescheinet mir am wahrscheinlichsten zu seyn, denn manfindet in dem Cambrifchcn das Wort.m'aelium,und.^MV/?5v, miles, wovon ohne Zweifel, das WortSoldat abstammet. Hernach hat man den Lohn einesSoldaten, Sold gsnennet. S. I^eibn. Lvlleäi. Lt/.

mol. P. IZl.

Das Wort Gehalt, kommt her von dem Zeitwortehatten / wenn dieses eine Besorgung des Unterhalts an-zeiget, wie man denn in solchem Verstände sagt. VielBediente halten: Sich einen Schreiber halten: EineArmee auf den Beinen halten: und dergl., fo daß esüberhaupt alles ausdruckt, was jemanden, für feineDienste oder ungewisser Verdienste willen zu seinem Un-terhalte gegeben wird, es sey, daß er es an Gelde, oderKorn und dergleichen bekomme. Man sagt: z. B. dasGehalt dieses Predigers bestehet größkentheils in Korn.Der Förster bekommt so viel an baarem Gelde, so viel

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