68 Züchtigen. Strafe»?. Ahnden.
gesetzt hakte, und nichts ausrichtet, dann ist alle seine Ar«beic und Mühe vergeblich gewesen.
Er hat sich umsonst bemühet, heißt, er hat von sei-ner Bemühung keinen Vortheil gehabt. Er hat sich un-»nützlicher lVeife bemühet, heißt, er hat sich eine Mühegegeben, die doch niemand nutzen konnte. Er hat sichvergeblich bemühet, heißt, er hat durch seine Bemühungnichts ausgerichtet.
Ein Tagelöhner, welcher für seine Arbeit keinen Lohnbekommt, hat umsonst gearbeitet.
Jener Mensch, welcher sich geübt hatte, ein Hirsekornso genau zu werfen, daß er damit eine Nadelspitze treffenkonnte, und es darauf sitzen blieb, hatte sich eine unnützeMühe gemacht, denn diese Kunst konnte keinen Nutzenschaffen.
Der Schuster, dessen Rabe das 8alve(^sgi- nicht ler«nen wollte, lind der deswegen ausrief: Oleum 6c opei-m»xerckcii, meinete, er habe sich vergebliche Mühe gemacht,weil er seinen Zweck nicht erreichen, und den Raben zumSprechen bringen können, bis endlich der Rabe, als derKaiser einmal vorbei gieng, die ganze Lection hersagte, wo-durch der Schuster überzeugt wurde, daß er sich nicht versgeblich bemühet habe.
Z5- Ächtigen. Strafen. Ahnden.
ADan züchtiger jemand um eines Fehlers willen zurBesserung, damit er sich hüte, dergleichen ein andermal zu begehen. Man straft den, der etwas Böses ge-than hat, um ihn andern zum Exempel zu setzen. Manahnder eine Sache, wenn man sein Misfallen darübermit Worten, oder mit der That bezeiget,
Ein Vater züchtiget sein Kind, aber der Richterstrafet den Uebelthacer, und beide müssen das Böse ahn-den, sonst bestärken sie es.
Die