Fallen. Bleiben. Mit Tode abgehen. Abgehen. ioz
Unterdessen obgleich die Alten das Wort bleiben über.Haupt für sterben genommen haben, so ist es doch jetzr insolcher Bedeutung nicht mehr gewöhnlich. Denn wennman gleich ein oder das andere Beispiel finden mochte, somacht solches doch noch keinen allgemeinen Gebrauch, undgewöhnlicher Weise bedienet man sich dieses Wortes nurvon sochcn, welche in einem Treffen oder Schiffbrucheumkommen, da es eine Beziehung auf ein ;urückbleisben oder nicht wiederkomnnn hat, welchen Begriff dieheutige Bedeutung des Vortes bleiben s'gleich darstellet.So sagt man: In dieferSchl..cht sind auf beiden Seiteneinige tausend Mann geblieben. Gujrav Adolf bliebin der Schlacht bei Lühen. Bei dem Schiffbruche habensich noch die meisten gerettet, nur fünf Personen sind ge-blieben. Man sagt auch von dem Schiffe selbst: DasSchiff ist geblieben, alsdann heißt es so viel, als eö istverunglücket, untergegangen, und in solcher Bedeutunghat es gewiß eine Beziehung darauf, daß das Schiff zu-rück bleibet, oder nicht wiederkommt.
Wenn Geliert sagt: An einer biyigenArankhcitbleiben, oder wenn jemand sich des Ausdrucks bedienenwollte: <Ls sind viel Leute an der Pest geblieben, soist solches, nach der eigentlichen Bedeutung des Wortes,nicht ganz und gar zu verwerfen; Allein es klinget uns,wegen der heutigen Bedeutung des Wortes bleiben/ et-was fremde, und man wird gewöhnlicher sagen: An einerhitzigen Krankheit sterben: Die Pest hat viel MenschenHinweggerafft, und dergl.
Vielleicht ist die Ursach davon diese, weil bei demWorte bleiben, uns jetzt nicht die alte Bedeutung desAblebens einfällt, welche den meisten unbekannt ist, son.dern wir vielmehr den Begriff des N>egbleibene oder 'Zurückbleibens damit verknüpfen.
Man braucht auch bisweilen die Redensart: tIAtTode abgehen. Vielleicht ist sie von der Schaubühne
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