Thun. Machen. Gleich. Aehnlich. 189
man sagen: Wer hat dieses Buchgemacht^ und auch:Wer hat dieses Buch geschrieben^
Man sagt auch von leblosen Dingen, daß sie etwasmachen, aber nur. in besonderen RedenSanen. Z. E.Daß das Wasser zu Eiß wird, machet die Kalte. Daßdie Ft üchre von den Bäumen sallen, machet der Wind.Daß der Mensch grau wird, machet das Alter, oderdie Sorgen. Sich auf den Weg machen. Sich ausdem Staube machen, sind uncigeiuliche Redensarten.
'-8. Gleich. Achnlich
<^>as Wort Gleich, hat verschiedene Bedeutungen:1) Bisweilen heißt es soviel, als eben. Eine Sa«che gleich machen, ?as ist, sie eben oder glatt machen.
2) Das Nebenwort (uclvei bmm) gleich, heißt bis-weilen alsobald. Gleich will ich da seyn. Ich willes gleich rhun.
z) Bisweilen ist gleich so viel, als eben dasselbige.Sie kamen zu gleicher Zeit an, das ist, zu ebendersel-bigen Zeir. Mit gleichem Maasse messen, dasist, miteben demselbigen Maasse.
4) Bisweilen wird gleich genommen, sür eben so,oder eben so viel Die Summe muß umer ihnen gleichgetheilet werden, das ist, der eine muß eben so viel be-kommen, als der andere.
Gleich schnell, d.'S ist, eben so schnell. Gleichstark, das ist, eben so stark. Auf diese Bedeutung desWortes Gleich, muß man wol Acht haben, und es darinvon dem Worte Aehnlich, genau unterscheiden. Dennwenn m.in sagt: Diese beiden Frauenziinmer sind sich anSchönheit gleich, so zeiget man'dadnrch nicht an, daßin ihren Gesichtszügen etwas Gleiches sey, sondern eSheißt nur so viel: Die eine ist eben so sch.'n als die andere.
Hingegen, wenn man sagt: Diese beiden Schönhei-'ten, sind sich ähnlich, so zeiget man, eine Uebereinstim-mung