!92 Zuredet!. Berede«. Einreden. Ueberreden.
drucke al« das andere, oder seiner Kraft und Winde nach, dem-selben völlig gleich sey; wie mau in solchem Verstände sagt; gleichgroß, das ist, eben so groß. So ist z.B. Eiöam und Schwie-gersohn, -Holundev und Flicver, Dienen und Immen,Hammel und Sctiopa, Sperling und Spay gleictibeoeu-tenS. Man kann ober auch dadurch verstehen, das> ein Wortmir dem andern nur in einigen Stucken übereinkomme/ so istglücklich und glücr'seclig, gletchbeSentenv.
Um nun dies.'» Doppelsinn zu vermeiden, scheinet es mir ambeste» zu seyn, daß man die erste» Wo ler einerleibeveurend,und die anderen p.biilichbedeutenv nenne, das Wort gleich-beveutend aber gar nicht gebrauche. Ich habe es aus der Ur-sach beib, ha!te», weil ich es schon von GotlsckeSen, und ande-ren Schriftstellern gebraucht gefunden, und mtM kann es zwarnichc für Unrecht erklären; Allein ich muß gestchen, daß mirähnlichbeSeurenv, beßer »n!> richtiger zu seyn scheinet, weildabei gar keine Zweideutigkeit ist.
119. Zureden. Bereden. Ginreden.Ueberreden.
lle diese Wörter, können in den Fall gebraucht wer-den, wenn man jemand durch Vorstellung einigerGründe, sie mögen nun an sich richtig undgut, odernurwahrscheinlich und scheinbar seyn, zu etwas zu bewegensticht. Da6 erste aber, zeiget nur bloß eine Bemühungan, jemand zu etwas zubewegen; Die anderen führenzugleich einiger Maaßen den Begriff mit sich, daß dieseBemühung gelinget, und unsere Gründe ihre Wirkungthun, oder sie haben zum wenigsten, allemal eine Bezie-hung auf dasjenige, was wir mit unseren Vorstellungenund Gründen ausrichten.
Wenn man sagt; Ich habe ihm stark zureden müs.fen. Ich will ihm schon zureden: Es hilft kein zure-den bei ihm, und dergl. so siehet man bloß aus die Be.mühung, welche man anwendet, Jemand zu etwas zubewegen. Wenn man hingegen sagt: Ich habe ihn da-zu beredet: Ich will ihn schon bereden: oder ich ha--