Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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Böse. Boshaft. Böölich. Uebel. Schlimm. Arg. 197

den angezeigten Unterschied wahrnehmen. Z. B. Du hastgut gethan, siehet mehr auf ?ie Sache, es heißt, das-jenige, was du gethan hast, is. beschaffe», daß eS zuErreichung deines Endzwecks tüch-ig ist. Du hast ^ohlgethan, heißt, du hast dich so verhalten, oder so gehan-delt, daß du einen guten ^.uSqang erwarten kannst, undes dir angenehm seyn wird. Das Reiben mit warmenTüchern, ist de-n Kranleu IM, das ist, es befördert seinBestes, und seine Gesundheit. Es ehut dem Krausenn?oh!, das heißt, die Handlung des Reibens bringt an-genehme Empfindungen bei ihm zuwege.

Gut wird nicht nur als ein Ncbenwort gebraucht,IM seyn, IM machen, es IM haben, und derglei-chen, sondern auch als ein Beiworr: L^mIMcrtliann,ein Jure-Redner, ciiie Inre Sache, u.s.w.

lVshi ist nur allein eii-N benwort, denn da es sichbesonders aus e.ine Handlung beziehet, so muß das Zeit-wort, welches die Handlung ausdrücket, allemal dabei stc-Heu. In den Redens, nen Mohl dem, lVohl mir,und dei gl, wird das Zeitwort darunter verstanden, nehm-lich Mohl wird es dem gehen, und dergl.

i2l. Böse. Boshaft. Böslich. Uebel.Schlimm. Arg.

Hinter diesen Wörtern, hat das Wort böse, die weitlänf-^7 tigste Bedeutung. Es ist überhaupt der Gegensahvon IM, und wie wir dasjenige IM nennen, was solcheEigenschaften an sich hat, wodurch es tüchtig wird, denZweck seiner Bestimmung zu erreichen, so nennen wir imGegentheil, dasjenige böse, was solche Eigenschaften ansich hat, welche diesen entgegen stehen, oder auch dasje-nige, dem es an den nöthigen und guteu Eigenschaftenmangelt.

So sagt man im physischen Verstände: Böse Augenhaben, das ist, solche Augen haben, welche den Zweck ih-

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