Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
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!98 Bdse. Boshaft. Bdslich.

rer Bestimmung nicht erreichen, oder welche solche Eigen»schaftcn haben, die den guten entgegenstehen, mit wel-chen man nicht wohl sehen kann. Böse Waare, das ist,solche, deren Eigenschaften dem Zweck ihrer Bestimmungzüwider sind, und sie unbrauchbar machen, die mau nichtlos werden kann. Ein böser Ruf ist derjenige, dem e6an den guten Eigenschaften mangelt, u. s. w.

Wenn von den Menschen, und ihrer sittlichen Be,schaffenheit die Rede ist, so ueuuen wir einen bösen Men-sehen, denjenigen, welcher solche Eigenschaften hat, welchedem Zwecke seiner Bestimmung zuwider sind, und wo-«durch er anderen schädlich wird, anstatt daß er ihnen nütz-lich seyn sollte. Eine böse Gesellschaft ist diejenige, derensittliche Eigenschaften anderen schädlich werden. So sa-gen wir auch: Ein böses Thier, von demjenigen, wel-ches solche Eigenschaften hat, wodurch es schädlich wird,z V. Mos. 26. v, 6. Ich will die bösen Thiere aus euremLande thun. Hesek. 14. v. 15, Wenn ich böse Thiere insLand bringen würde, das ist, schädliche Thiere,

Uneigentlich nennet man auch böse, dasjenige, so et-was Böses mit sich führet. So nennen wir einen bössen TaI, denjenigen, an welchem uns etwas Böses be-gegnet, im Gegensatz des guten Tages, an welchem unsetwas gutes wiederfähret.

Imgleichcn da die Eigenschaften einen Einfluß aufdie Gesiimungen und den Willen haben, so nennet manoft besonders denjenigen, einen bösen 51?enscben, wel-cher nachthcilige Gesinnungen, und einen bösen Willen ge-gen anbei e hat, wodurch er ihnen zu schaden bewogen wird,und alle Gelegenheit dazu ergreift.

Boobafr wird nur von der Gemüthsbeschaffenheitgebraucht, zugleich aber ist es harter, und drücket mehraus, als das einfache böse; Es zeiget einen sehr hohenGrad der bösen Gesinnungen an, in welchem man mit

Vor-

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