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Uebel. Schlimm. Arg, 199
Vorsaß, sowohl überhaupt allem Guten entgegen handelt,als auch insbesondere anderen zu schaden sucht»
In dem ersten Verstände, kommt es verschiedentlichin der Bibel vor: Z.B. Ies. 1. V.l4- O! wehe des bos-hastigen Saamenö, Cap. z. v.n. Wehe den Gottlosen,denn sie sind boehaftige. Apost. Gesch. 1 . v. 5. Vos»heftige Männer, u. a. m. Und in dem zweiten Verstau-de ebenfalls: Ps. 119.v.750. Meine boshaftige Vcrsol-ger. Ierem. 20. v. iz> Der des Armen Leben, aus derAoshafti^cn Handen errettet.
So nennen wir besonders, einen boshafrigettMen-schen, denjenigen, welcher mir Vorsaß und ohne alle U»fach, andere in Unglück zu stürzen sucht. Z.B. Es mußein recht boshaftiges Gemüth seyn, welches eine» Un-schuldigen vorschlichet Weise so unglücklich machen kann.Oder, dadurch, daß er Diesen Menschen, welcher ihm dochnichts gethan hatte, soquälete, verrieth er sein boshaf.tes Gemüth, unddergl.
Wie man böse seyn, dose werden, zuweilen strzornig seyn, zornig werden gebraucht; Imgleichen böseinachen, für erzürnen, böse thun, für sich zornig an-stellen, so bekommt auch das Wort boshaft bisweilen dieBedeutung, der Geneigtheit zu einem sehr hohen Staffeldes Zorns, und man nennet einen boshaften Menschen,denjenigen, der sich leicht und heftig erzürnet; Ja manbraucht dieses Wort überhaupt, von demjenigen Zustandedes Gemüths, worin es durch einen sehr heftigen Z rnversetzet wird. So kann man sagen: Ob er gleich sonst,sich nicht leichtlich aufbringen ließ, so setzte ihn doch dasunverschämte Betragen dieses Menschen außer alle Fas-sung so daß er endlich recht boshaft ward: Er ward soboshaft, haß er sich nicht enthalten konnte, mit demStocke über ihn her zu fallen, und ihn aus dem Hause zujagen.
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