Geizig. Karg. Filzigkeit. Eigennützig. 209
seine Ehre und guten Namen aufopfert. Frisch übersetzetdaher daöWort Filzig durch ^>ix>i^ av-zru!..
Ein Geiziger, will nur immer Geld zusammen Hau-fen, und mehr einnehmen als ihm zukommt. E.ulxar-gcr will fein Geld, in den Kosten verschliefsen, und nichtso viel ausgeben, als er billig follte. Ein Filziger treibtbeides, den Geiz und die Kargheit, auf den höchstenStaffel.
Der Geiz, bewegt den Menschen, unerlaubte »ndungerechte Mittel, zu Vermehrung feines Reichthums zugebrauchen. Er verleitet denAichtcr, die Gerechtigkeitzu verkaufen: Den Hausvater, feinen Kindern das Nö-thige zu entziehen: Den Ariegeemaun, zu Grausam«kciren und Erpressungen. Ein rieiziger Mensch, wendetdie Noth des Nächsten zu seinem Vonheil an, und zwin.get ihn oft, eine Sache ums halbe Geld zu verkaufen.Er wuchert mit dem Gelde: Nimmt übermäßige Zinsen,und dergleichen.
Ein Zxarger, braucht zwar keine ungerechte, aberdoch ungeziemende und unanständige Mittel. Z. E. Weiler alle Ausgaben scheuet, fo zündet er kein iicht an, woer nicht dabey mit feiner Arbeit mehr verdienet, als dasiicht werth ist, sonst sihet er lieber im Dunkeln. Er kannStundenlang über einen Dreier dingen. Was er zu ver-kaufen hat, ist ihm niemals theuer genug, hingegen, waser kaufen muß, kann niemals wohlfeil genug fcyn, unddergleichen.
Ein Filziger, braucht nicht nur ungerechte und un-geziemende, fondern auch sogar m'edcrträchtige Mittel,wodurch er sich bei allen Lenken verächtlich und lächerlichmacht, und ohngeachtet er weis, daß man allenthalbenmit Fingern auf ihn zeiget, und ihm Schimpfnamen an-hanget, so ist er doch ganz gleichgültig dabei, wenn er nuretwas gewinnen kann.
Sroschl.TH. O ' Der
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