Teil eines Werkes 
Theil 1 (1777)
Seite
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si6 Zank. Zänkerei. Hader.

braucht auch gemeiniglich dieses Wort, von einem Man-gel der Uebereinstimmung in Werten und Reden. Esfindet sich hierin eine dlnskalligrcir unrer den Schrift»siellern, das heißt, die Schriftsteller kommen in demje-nigen, was sie davon sagen, nicht übcrein. -Oder manbranchtcs von einer solche«? Uneinigkeit, welche aus denReden entstehet. Z. E. Wenn ni»n sagt: Es entstundeine LIAshällirskeit nnter ihnen, so beziehet sich diesesdarauf, daß sie sich in ihren Reden zuwider gewesen.

128. Aank. Zänkerei. Hader.Zaninm. Hadern.

Aank, ist eine solche Uneinigkeit, welche in einen Streitc^) mit Worten ausbricht. 1 B. Mos. 2t>, 20. DieHirten von Gerar, zankten mit den Hirten Isaacs undsprachen: Das Wasser ist unser. B. Richt. 8, 1. DieManner von Ephraim sprachen zuGideon: Warum h.-ftdu uns das gethan: Und gurten sich mit ihm heftiglichBei dem Zai?k, pflegt man sich gemeiniglich in Wortenunhöflich zn begegnen, und Grobheiten zu sagen. Mannennet daher einen Zank unter den Gelehrten, wenn sieeinen heftigen Streit in ihren Schriften haben, wobei siesich allerlei Grobheiten sagen. Im Ansänge der Refor-mation, war ein heftiger Zank, unter den Theologen:Einer verketzerte und verdammte den andern, in seinenSchriften.

Der Zank, ist etwas pöbelhaftes. Gesittete undartige 5eute, sagen sich die Wahrheit mit höflichen Wor-ten; Weil aber nicht alle Gelehrte artig sind, und guteLebensart haben, so geschiehet es oft, daß manche überKleinigkeiten, in einen groben Zank gerathen.

Ob aber gleich das Wort Zank, in der eigentlichenBedeutung, und dem mehrcsten Gebrauche nach etwasniedriges und pöbelhaftes anzeiget, so wird es doch bis-weilen im Scherze, und in einem gelinderen Verstände,

auch